1. FC Kölns Absturz: Fünfte Niederlage und Fan-Boykott erschüttern den Verein
Marie-Theres Segebahn1. FC Kölns Absturz: Fünfte Niederlage und Fan-Boykott erschüttern den Verein
Kölner Derby-Tag zum Vergessen
Marvin Schwäbe schüttelte den Kopf. Unruhe beim 1. FC Köln nach einem Derby-Tag zum Vergessen? "Nein!" betonte der Torhüter entschlossen – fünf Bundesliga-Spiele in Folge ohne Sieg bereiten dem Kapitän noch keine Sorgen. Stattdessen machte sich Schwäbe mehr Gedanken über die Situation einiger Kölner Fans, die wegen eines Boykotts bei der verdienten 0:2-Niederlage (0:0) ihres Teams bei Bayer Aktie auffällig abwesend waren.
1. FC Kölns Krise vertieft sich nach fünfter Niederlage in Folge
Die Probleme des 1. FC Köln verschärfen sich: Nach der fünften Bundesliga-Niederlage hintereinander – diesmal gegen Bayer Aktie – bleibt die Mannschaft seit Anfang November sieglos. Mit nur fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz wird die Lage zunehmend prekär. Abseits des Platzes wurde die Partie von einem massenhaften Fan-Boykott wegen polizeilicher Kontrollen überschattet.
Das Spiel in Leverkusen begann unter gespenstischer Stille. Rund 500 Anhänger der aktiven Kölner Fanszene blieben der Begegnung fern – aus Protest. Die Gästeblocks blieben fast leer. Die Leverkusener Ultras zeigten Solidarität und verließen das Stadion nur Minuten nach Anpfiff. Beide Fangruppen begründeten ihren Schritt mit Frust über das, was sie als überzogene Polizeikontrollen vor dem Spiel bezeichneten.
Die Niederlage lässt den 1. FC Köln gefährlich nah an der Abstiegszone zurück. Das nächste Spiel gegen Union Berlin wird entscheidend sein, um das Jahr mit einem positiven Signal zu beenden. Unterdessen werfen die Fanproteste Fragen auf: Wie lässt sich in Zukunft der Spagat zwischen Sicherheit und Fan-Kultur im deutschen Fußball meistern?
