03 February 2026, 05:06

100 Tage Kalouti: Wie Dortmunds neuer CDU-Oberbürgermeister die gespaltene Stadt regiert

Ein detailliertes altes Stadtplan von Weimar, Deutschland, das Straßen, Gebäude, Sehenswürdigkeiten und Text enthält, der Informationen über die Bevölkerung, Sehenswürdigkeiten und Straßen der Stadt bereitstellt.

Dortmunder OB Kalouti: Bildung hat zentrale Bedeutung - 100 Tage Kalouti: Wie Dortmunds neuer CDU-Oberbürgermeister die gespaltene Stadt regiert

Alexander Kalouti hat fast 100 Tage als Dortmunder Oberbürgermeister regiert – der erste der Christlich Demokratischen Union (CDU) in der Stadt seit fast 80 Jahren. Die politische Landschaft bleibt komplex: Nach den Wahlen im vergangenen September verfügt keine Partei über eine klare Mehrheit. Kalouti, in Beirut geboren und in Süddeutschland aufgewachsen, bringt mit seiner Erfahrung in Theater und Politik eine ungewöhnliche Vielfalt in das Amt ein.

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In seinen ersten Amtsmonaten konzentrierte er sich auf Sicherheit und Bildung – zwei Themen, die er als entscheidend für Dortmunds Zukunft bezeichnet. Doch mit einem zersplitterten Stadtrat wird der Aufbau von Bündnissen zur Durchsetzung von Vorhaben immer wichtiger.

Kalouti trat sein Amt nach den Kommunalwahlen am 14. September 2025 an, die den Dortmunder Rat tief gespalten zurückließen: Die Sozialdemokraten (SPD) halten 26 Sitze, die CDU – inklusive des Oberbürgermeisters – 23. Sowohl die Grünen/VOLT als auch die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) kommen jeweils auf 18 Mandate. Diese Konstellation zwingt Kalouti, für jede Entscheidung über Parteigrenzen hinweg Unterstützung zu suchen.

Von Anfang an schloss er eine Zusammenarbeit mit der AfD aus – trotz der Schwierigkeiten, stabile Mehrheiten zu bilden. Stattdessen wirbt er für offene und ehrliche Debatten über Migration und Stadtentwicklung. Zwar lobte er Bundeskanzler Friedrich Merz für dessen direkte Herangehensweise an Probleme, betonte aber gleichzeitig die Notwendigkeit sachlicher Diskussionen über diese umstrittenen Themen.

Sicherheit wurde früh zu einem Schwerpunktthema. Kalouti startete eine einwöchige Pilotaktion mit verstärkter Präsenz von Ordnungsämtern und Polizeistreifen. Anwohner und Unternehmen reagierten positiv – ein Zeichen für breite Zustimmung zu seinem Kurs.

Bildung bleibt ein weiterer zentraler Punkt. Kalouti unterstreicht den dringenden Investitionsbedarf in frühkindliche Förderung und Schulen. Personalknappheit und die Bedeutung von Sprachkompetenz in einer vielfältigen Stadt seien dabei zentrale Herausforderungen. Sein Einsatz für Chancengleichheit – unabhängig von Herkunft oder Religion – speist sich aus dem, was er als seine politischen Grundüberzeugungen beschreibt.

Bevor Kalouti in die Politik ging, arbeitete er im Theater – eine ungewöhnliche Station, die sein öffentliches Profil prägt. Sein vielseitiger Werdegang beeinflusst auch heute noch seine Sichtweise, während er die Komplexität der Führung einer deutschen Großstadt meistert.

Mit dem nahenden 100. Tag im Amt zeigen Kaloutis Prioritäten in Sicherheit und Bildung, wie er sich Dortmunds Zukunft vorstellt. Angesichts des fragmentierten Rates wird der Aufbau von Allianzen weiterhin zentral für seine Führung sein. Seine klare Absage an die AfD und sein Plädoyer für konstruktive Debatten setzen deutliche Rahmenbedingungen für seine künftige Regierungsarbeit.