12 February 2026, 19:32

18-Jähriger stellt sich selbst – und landet wegen Raubüberfalls in Haft

Eine Gruppe von Polizisten steht vor einer Menschenmenge, einige tragen Mützen und halten Kameras, mit einem Gebäude mit Säulen und Lichtern im Hintergrund und Bäumen auf der linken Seite.

18-Jähriger stellt sich selbst – und landet wegen Raubüberfalls in Haft

In Münster wurde ein 18-jähriger Mann festgenommen, nachdem die Polizei bei einem Routinebesuch einen offenen Haftbefehl gegen ihn entdeckte. Der Jugendliche war seit fast einem Monat im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Raubüberfall in Lauf an der Pegnitz gesucht worden. Seine Festnahme ergab sich aus einer unerwarteten Wendung in einer Bundespolizeidienststelle.

Am 11. Februar 2026 begab sich der Verdächtige zur Bundespolizeidienststelle in Münster, um eine Strafanzeige wegen Körperverletzung zurückzuziehen. Begleitet wurde er von der Person, die er zuvor des Delikts beschuldigt hatte.

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Während des Besuchs führten die Beamten eine routinemäßige Überprüfung durch und stellten fest, dass gegen den jungen Mann ein aktiver Haftbefehl vorlag. Dieser ging auf Ermittlungen zu einem Raubüberfall vom 13. Januar 2026 in Lauf an der Pegnitz zurück. Nach der Bestätigung seiner Identität nahmen die Beamten ihn ohne Zwischenfälle in Gewahrsam.

Der Jugendliche wurde später einem Haftrichter vorgeführt, um die Raubvorwürfe zu klären. Die Behörden hatten ihn 29 Tage lang vor seiner Festnahme gesucht.

Der Fall geht nun in die Hände der Justiz über, wo sich der 18-Jährige wegen des Raubüberfalls vom Januar verantworten muss. Sein Versuch, eine nicht damit zusammenhängende Anzeige wegen Körperverletzung fallen zu lassen, führte direkt zu seiner Ergreifung. Die Ermittlungen zum Raubüberfall dauern derweil an.