20 December 2025, 07:51

2026 Moers braucht einen ausgeglichenen Haushaltsplan

Eine Szene mit Gebäuden, einem Zaun, Fahrzeugen, aktuellen Umfragen, einer Leitung und dem Himmel darüber.

2026 Moers braucht einen ausgeglichenen Haushaltsplan

2026: Moers braucht einen ausgeglichenen Haushaltsplan

Weil der Haushaltsentwurf für 2026 nicht ausgeglichen ist, muss die Stadt Moers ein Haushaltssicherungskonzept (HSK) erarbeiten.

19. Dezember 2025, 13:27 Uhr

Die Stadt Moers steht vor einer erheblichen finanziellen Herausforderung: Der Haushaltsentwurf für 2026 weist ein Defizit von 42,9 Millionen Euro auf. Verantwortliche führen die Lücke auf strukturelle Probleme zurück, darunter steigende Personalkosten und nicht finanzierte Auflagen von übergeordneten Behörden. Zwar ist die offizielle Haushaltsabstimmung erst für März geplant, doch bereits jetzt laufen dringende Maßnahmen, um die Finanzen zu stabilisieren.

Der am 17. Dezember 2025 vorgestellte Entwurf zeigt ein Ungleichgewicht: Die Ausgaben für Personal und Pensionen klettern auf 104,2 Millionen Euro. Auch die Mittel für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe sollen um 10 Millionen Euro steigen, davon 5,7 Millionen allein für Kita-Betreuung und Tagespflege. Angesichts dieser Entwicklungen ist die Stadt gezwungen, ein Haushaltssicherungskonzept zu erarbeiten, um die jährliche Lücke von 4,5 Millionen Euro zu schließen.

Um das Defizit zu verringern, arbeiten Stadtkämmerer Wolfgang Thoenes und der Rat an finanziellen Lösungen. Ein Vorschlag sieht eine Erhöhung der Grundsteuer B um 11 Prozent vor, was zusätzliche Einnahmen von 3,2 Millionen Euro bringen könnte. Weitere Schritte könnten die Inanspruchnahme von Rücklagen und zusätzliche Ausgabenkürzungen umfassen. Ein Strategie-Workshop soll bald stattfinden, um weitere Einsparmöglichkeiten zu prüfen – dabei sind alle Fachbereiche der Verwaltung und die Aufsichtsbehörde gefragt. Der Rat muss nun konkrete Ideen vorlegen, um den Haushalt ins Gleichgewicht zu bringen. Ohne Gegenmaßnahmen bleibt das prognostizierte Defizit von 42,9 Millionen Euro für 2026 bestehen – mit dem Risiko einer verschärften Haushaltskrise in den kommenden Jahren.

Die endgültige Beschlussfassung zum Haushalt steht im März an, doch der Weg zur Stabilität erfordert harte Entscheidungen. Die geplanten Steuererhöhungen, Ausgabenkürzungen und die Nutzung von Rücklagen zielen darauf ab, das Defizit zu verringern. Langfristig werden jedoch tiefgreifendere strukturelle Reformen nötig sein. Nun sind die kommunalen Verantwortlichen und Fachbereiche gefordert, gemeinsam dafür zu sorgen, dass das Konzept gelingt.

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