18 April 2026, 04:31

23-Millionen-Neubau für Ibbenbürens Hauptschule – trotz nur zwölf angemeldeten Schülern

Eine Gruppe von Kindern sitzt an Tischen in einem Klassenzimmer, mit Büchern und Stiften auf den Tischen und Papieren an der Wand dahinter.

23-Millionen-Neubau für Ibbenbürens Hauptschule – trotz nur zwölf angemeldeten Schülern

Ibbenbüren baut trotz sinkender Schülerzahlen neues Schulgebäude für 23 Millionen Euro

Trotz rückläufiger Schülerzahlen wird in Ibbenbüren ein neues Schulgebäude für die Gemeinschaft-Hauptschule errichtet – zu Kosten von 23 Millionen Euro. Die Entscheidung basiert auf einem breiten politischen Konsens, wobei nur eine Partei das Vorhaben ablehnt. Aktuell sind für das Schuljahr 2025/2026 lediglich fünf Schülerinnen und Schüler angemeldet, allerdings könnten später noch sieben weitere hinzukommen.

Die beiden bisherigen Standorte der Schule sollen bis 2030 in einem Neubau zusammengeführt werden. Derzeit besuchen dort vor allem geflüchtete Kinder, Quereinsteiger sowie Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf den Unterricht. Obwohl die Schule als "inklusive Lernschule" zertifiziert ist, zeigen aktuelle Bewertungen Schwächen bei der Bewältigung von Störungen im Unterricht und der individuellen Anpassung des Lernstoffs an unterschiedliche Leistungsniveaus.

Viele Eltern in der Region bevorzugen zunehmend Gymnasien – oft aus Prestigegründen –, was die Hauptschule mit sinkenden Anmeldezahlen zurücklässt. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach längerem gemeinsamen Lernen, damit auch leistungsschwächere Kinder die Möglichkeit erhalten, das Abitur zu erwerben, ohne die Schule wechseln zu müssen. Ibbenbüren verfügt bereits über zwei Gymnasien (ein städtisches und ein katholisches), eine Realschule sowie eine Gesamtschule, die jedoch auf vier Züge pro Jahrgangsstufe beschränkt ist.

Das Bauprojekt stößt bei den meisten lokalen politischen Gruppen auf Zustimmung. Eine Partei bleibt jedoch skeptisch und verweist auf die geringen Schülerzahlen als zentrales Problem. Unterdessen engagiert sich Maria Frank, eine ehemalige Lehrerin und heutige Buchhändlerin, weiterhin in der Initiative AG Stolpersteine ERNA – zuvor unterrichtete sie Kunst an einer freien Schule.

Der Neubau soll die bisher getrennten Standorte zentral zusammenführen und die schulischen Einrichtungen modernisieren. Mit Baukosten von 23 Millionen Euro unterstreicht das Projekt das langfristige Bekenntnis zur Rolle der Hauptschule in der Gemeinde. Die Schule wird auch künftig ein breites Spektrum an Bildungsbedürfnissen abdecken, doch ihre künftige Auslastung bleibt ungewiss.

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