24 May 2026, 02:32

25 Jahre nach den antisemitischen Anschlägen in Düsseldorf: Die Wunden sind noch offen

25 Jahre zuvor: Brandanschlag auf Düsseldorfer Synagoge

25 Jahre nach den antisemitischen Anschlägen in Düsseldorf: Die Wunden sind noch offen

In diesem Jahr jährt sich zum 25. Mal der Tag, an dem zwei antisemitische Anschläge die jüdische Gemeinde Düsseldorfs erschütterten. Die Vorfälle – ein Brandanschlag auf eine Synagoge und eine Bombenexplosion am Bahnhof Wehrhahn – bleiben schmerzhafte Wegmarken. Während die Stadt sich nun darauf vorbereitet, der Opfer des Hamas-Terrorangriffs vom 7. Oktober 2023 zu gedenken, mahnt das Jubiläum zugleich zu erhöhter Wachsamkeit gegen Hass.

Der erste Anschlag ereignete sich in der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 2000, als Brandstifter die Düsseldorfer Synagoge in Flammen setzten. Das Feuer richtete erhebliche Schäden an, doch es gab keine Verletzten. Später wurden zwei Männer wegen ihrer Beteiligung verurteilt.

Weniger als ein Jahr darauf, am 27. Juli 2000, explodierte eine Bombe am S-Bahnhof Wehrhahn. Zehn Menschen wurden verletzt, sechs von ihnen jüdischer Herkunft. Trotz intensiver Ermittlungen blieb der Fall ungelöst. Ein Verdächtiger aus der rechtsextremen Szene wurde festgenommen, später jedoch freigesprochen.

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Vor diesen Ereignissen hatte es in Düsseldorf seit dem Zweiten Weltkrieg keine Angriffe auf jüdisches Leben gegeben. Doch die Gewalt hinterließ tiefe Spuren. Michael Szentei-Heise, ehemaliger Verwaltungsdirektor der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, betont, dass die Bedrohung fortbesteht. Viele jüdische Bürger zögern bis heute, sich außerhalb geschützter Räume offen als Juden zu erkennen zu geben.

Während die Gemeinde nun der Opfer des Hamas-Angriffs von 2023 gedenkt, dienen die Jahrestage der Anschläge von 2000 als eindringliche Erinnerung an die anhaltenden Gefahren.

Die Anschläge des Jahres 2000 markierten einen Wendepunkt für die jüdische Gemeinde Düsseldorfs. Obwohl Jahrzehnte vergangen sind, zeigen der unaufgeklärte Bombenanschlag und die anhaltenden Ängste, wie dringend weiterhin Schutz notwendig ist. Die diesjährigen Gedenkveranstaltungen werden nicht nur der Opfer der Vergangenheit gedenken, sondern auch den Aufruf zu Sicherheit und Solidarität verstärken.

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