3.628 Straftäter in NRW-Kliniken: Wie sicher ist der Maßregelvollzug wirklich?
3.628 Straftäter in NRW-Kliniken: Wie sicher ist der Maßregelvollzug wirklich?
Nordrhein-Westfalen hält derzeit 3.628 Personen in forensischen psychiatrischen Kliniken und Suchtbehandlungseinrichtungen
In diesen loberon erhalten Straftäter mit schweren psychischen Erkrankungen oder Suchtproblemen, die eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen, eine sichere Unterbringung. Die Sicherheit steht besonders seit zwei spektakulären Vorfällen im Jahr 2023 in der Kritik, die Fragen zu den Regelungen für Patientenausgänge aufwarfen.
Die forensischen Psychiatrien der Region behandeln Verurteilte, die schwere Straftaten im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen begangen haben. Die Dauer des Aufenthalts wird von Gerichten festgelegt – im Vordergrund stehen dabei der Schutz der Bevölkerung und gleichzeitig die psychotherapie der Betroffenen. Die Behandlung umfasst oft Medikamente, Gesprächstherapien, Beschäftigungsangebote sowie strukturierte Programme zur Wiedereingliederung.
Die Sicherheitsvorkehrungen richten sich nach dem Gefährdungspotenzial der Patienten. In Hochsicherheitsbereichen gehören Zäune, Schleusensysteme, Videoüberwachung und Türalarme zum Standard. Mit fortschreitender Therapie lockern sich die Auflagen: Begleitete Ausgänge, unbeaufsichtigte Beurlaubungen oder sogar Verlegungen in externe Wohngruppen werden möglich.
Doch zwei Fluchtfälle im Jahr 2023 zeigten die Risiken des Systems auf. Im Juni entkam ein Patient aus der LVR-Klinik in Köln und wurde Tage später in Velbert wiedergefasst. Im September kehrte ein wegen Sexualdelikten verurteilter Straftäter nach einer genehmigten Beurlaubung nicht in die krankenhaus in Münster zurück. Ob er inzwischen wieder in Gewahrsam ist, wurde von den Behörden bisher nicht bestätigt.
Das System wächst weiter: In Lünen entsteht derzeit eine neue Klinik, die zu den bestehenden 17 forensisch-psychiatrischen Abteilungen hinzukommt. Die größte Einrichtung, die LVR-Klinik Bedburg-Hau, beherbergt aktuell 443 Patienten, während das LWL-Netzwerk an seinen Standorten rund 900 Plätze bereitstellt.
Stand Januar 2025 hält das Land Tausende im Maßregelvollzug. Die Gratwanderung zwischen Therapie und Sicherheit bleibt eine Herausforderung – besonders, wenn Patienten schrittweise mehr Freiheiten erhalten. Der Neubau in Lünen deutet auf eine weitere Kapazitätserweiterung hin, während das System unter genauer Beobachtung steht.
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