Aaseebad in Ibbenbüren schließt für immer – was nun mit dem Standort passiert
Marie-Theres SegebahnAaseebad in Ibbenbüren schließt für immer – was nun mit dem Standort passiert
Ibbenbüren Pools GmbH kündigt dauerhafte Schließung des Aaseebads an
Die Ibbenbürener Pools GmbH hat die endgültige Schließung des Aaseebads bekannt gegeben. Die Entscheidung folgt auf eine Inspektion, bei der gravierende Mängel im Lüftungssystem festgestellt wurden. Ohne umfangreiche bauliche Veränderungen seien Reparaturen unmöglich, hieß es.
Inhaber von Saisonkarten erhalten eine anteilige Rückerstattung für die ausgefallene Zeit nach der Schließung. Zudem werden Gutscheine für alternative Aktivitäten angeboten.
Der Schließung ging eine detaillierte Prüfung der Lüftungsanlage voraus. Fachleute kamen zu dem Schluss, dass die Behebung der Mängel einen kompletten Umbau erfordern würde, um die aktuellen Bauvorschriften zu erfüllen. Dies käme de facto einer grundlegenden Sanierung der gesamten Anlage gleich.
Eine Teilrenovierung im Jahr 2019 war zunächst mit 21,3 Millionen Euro veranschlagt worden. Aufgrund stark gestiegener Baukosten belaufen sich die erwarteten Kosten mittlerweile jedoch auf über 30 Millionen Euro. Das Unternehmen prüft nun die Optionen: entweder die Sanierung des bestehenden Freibads oder der Neubau einer Anlage am Aasee-Standort.
Unterdessen wird das Holsterkampbad aufgerüstet, um den erhöhten Besucherzahlen gerecht zu werden. Die Maßnahmen zielen darauf ab, ausreichend Kapazitäten für den Schulschwimmunterricht, Vereine und die öffentliche Nutzung zu schaffen. Die städtische Gesellschaft, die von Ratsmitgliedern und kommunalen Mitarbeitern geleitet wird, ist zudem für die Verpachtung und den Betrieb beider Bäder verantwortlich.
Zusätzlich obliegt der Ibbenbürener Pools GmbH der Bau einer neuen Schul- und Sportschwimmstätte am Aasee. Betroffene Saisonkarteninhaber können Einmalgutscheine für die Veranstaltung „Ibb on Ice“ oder für zwei Schwimmbesuche im Holsterkampbad während der Ferien einlösen.
Mit der Schließung des Aaseebads verliert die Region eine wichtige Freizeiteinrichtung. Karteninhaber erhalten Rückerstattungen und alternative Gutscheine. Gleichzeitig evaluiert das Unternehmen die langfristige Zukunft des Standorts und muss die Sanierungskosten gegen den Bedarf an moderner, regelkonformer Infrastruktur abwägen.
