Abass Baraou kämpft als freier Athlet gegen Xander Zayas um Box-Geschichte
Tilo RohtAbass Baraou kämpft als freier Athlet gegen Xander Zayas um Box-Geschichte
Deutschlands einziger Box-Weltmeister, Abass Baraou, wird bei seinem nächsten Kampf als freier Athlet in den Ring steigen. Sein Vertrag mit der Agentur Wasserman lief nach seinem Sieg im September 2023 gegen Yoenis Tellez aus – ein Triumph, der ihm den WBA-Titel im Halbmittelgewicht sicherte. Nun bereitet er sich auf einen hochkarätigen Kampf gegen den ungeschlagenen US-Amerikaner Xander Zayas Anfang 2026 vor.
Baraou schrieb 2023 Geschichte, als er als erster deutscher Boxer seit Max Schmeling im Jahr 1930 einen Weltmeistertitel auf amerikanischem Boden gewann. Sein knapper Punktsieg gegen Tellez in Las Vegas brachte ihm den WBA-Gürtel ein und festigte seine Position an der Spitze der Gewichtsklasse.
Der 29-Jährige weist eine Profibilanz von 17 Siegen bei nur einer Niederlage auf. Seine nächste Bewährungsprobe steht am 31. Januar 2026 an, wenn er in San Juan, Puerto Rico, auf den 22-0-Nachwuchsstar Xander Zayas trifft. Ein Sieg könnte ihn auf den Weg bringen, die Halbmittelgewichtstitel zu vereinen – ein Kunststück, das bisher nur zwei deutschen Boxern gelang: Dariusz Michalczewski und Sven Ottke.
Anders als bei seinen bisherigen Kämpfen wird Baraou diesmal ohne Promoter antreten. Die Trennung von Wasserman eröffnet ihm neue Möglichkeiten, doch die Chance, unumstrittener Champion zu werden, verleiht dem bevorstehenden Duell zusätzliche Brisanz.
Der Kampf gegen Zayas markiert einen entscheidenden Moment in Baraous Karriere. Ein Erfolg würde ihn dem Ziel näherbringen, die Titel im Halbmittelgewicht zu vereinen – eine Seltenheit im deutschen Boxsport. Bis dahin konzentriert er sich auf die anstehende Herausforderung und betritt erstmals in seiner Profikarriere als freier Athlet den Ring.






