03 April 2026, 00:40

Abschied nach 25 Jahren: Ehemalige Aviapartner-Mitarbeiter gedenken am Flughafen Düsseldorf

Eine große Gruppe von Menschen, die auf Stühlen und stehen, während einer Demonstration im Flughafen, mit Informationsschildern, Schaufensterpuppen in Kleidern und Deckenbeleuchtung im Hintergrund.

Abschied nach 25 Jahren: Ehemalige Aviapartner-Mitarbeiter gedenken am Flughafen Düsseldorf

Ehemalige Mitarbeiter von Aviapartner Düsseldorf werden sich am 19. November am Flughafen versammeln, um das Ende von fast 25 Jahren Bodenabfertigungsdiensten zu markieren. Die Veranstaltung folgt auf den Zusammenbruch des Unternehmens im Jahr 2023, durch den rund 450 Beschäftigte – größtenteils Gepäckabfertiger, Vorfeldmitarbeiter und Techniker – ihre Jobs verloren. Die Gewerkschaft ver.di hat sowohl die Abwicklung durch den Flughafen als auch die Lizenzentscheidungen, die zur Krise führten, scharf kritisiert.

Vor seinem Zusammenbruch beschäftigte Aviapartner Düsseldorf etwa 450 fest angestellte Mitarbeiter, darunter Gepäckabfertiger, Catering-Kräfte und Fahrzeugführer. Der Betriebsschluss im vergangenen Jahr ging laut Andrej Bill, Sekretär bei ver.di, nicht auf betriebliche Versäumnisse zurück, sondern auf Änderungen im Lizenzsystem. Er machte das NRW-Verkehrsministerium verantwortlich, das 2023 die Lizenzvergabe erweiterte – mit der Folge, dass zwei Unternehmen ohne eigene Belegschaft den Zuschlag für Abfertigungsaufträge erhielten.

Bill verurteilte zudem die Behandlung langjähriger Mitarbeiter, die unter Polizeiaufsicht das Gelände verlassen mussten. Dies sei erniedrigend und beschämend gewesen. Der Flughafen wies jedoch jede Schuld von sich und betonte, dass die Flüge, die einst von Aviapartner abgewickelt wurden, nun zuverlässig von AAS übernommen würden.

Der Flughafen Düsseldorf räumte zwar die emotionale Bedeutung der Veranstaltung am 19. November ein, verwies aber auf rechtliche Vorgaben, die nach der Schließung von Aviapartner keinen Spielraum ließen. Zudem betonte man, dass die Lizenzvergabe in die Zuständigkeit des NRW-Verkehrsministeriums falle und sich an bundesweite Regelungen halte.

Um die betroffenen Mitarbeiter zu unterstützen, hat ver.di für Dezember eine Jobmesse organisiert. Die Gewerkschaft kritisierte, dass der Flughafen keine vergleichbare Initiative gestartet habe, und forderte mehr Engagement für die ehemaligen Beschäftigten.

Der Abschied am 19. November markiert das Ende eines langen Kapitels für die Belegschaft von Aviapartner. Während rechtliche und Lizenzstreitigkeiten weiterhin ungelöst sind, blicken die ehemaligen Mitarbeiter einer unsicheren Zukunft entgegen. Die Jobmesse im Dezember bietet zwar Unterstützung, doch die langfristigen Folgen der Lizenzänderungen bleiben umstritten.

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