AfD-Demo in Münster-Coerde zieht nur 60 Teilnehmer an – Gegenprotest übertrifft sie siebenfach
Tilo RohtAfD-Demo in Münster-Coerde zieht nur 60 Teilnehmer an – Gegenprotest übertrifft sie siebenfach
Rechtsextreme AfD-Kundgebung in Münster-Coerde zieht rund 60 Teilnehmer an
Am 7. Februar 2026 versammelten sich etwa 60 Anhänger der AfD zu einer Demonstration im Münsteraner Stadtteil Coerde. Gleichzeitig fand in der Nähe eine deutlich größere Gegenkundgebung mit rund 450 Teilnehmern statt. Die Polizei sorgte dafür, dass die beiden Gruppen während der gesamten Veranstaltung prominent getrennt blieben.
Die AfD-Kundgebung stand unter dem Motto "Kinderschutz statt Gender-Gaga" und wurde von Parteimitgliedern sowie dem Landespressesprecher begleitet. Unter den Teilnehmern war auch Linus, ein 22-jähriger Erzieher aus der Nähe Münsters, der die staatlichen Ausgaben für die Ukraine und Israel kritisierte. Er argumentierte, ältere Menschen in Deutschland hätten mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, während Milliarden ins Ausland flössen.
Gegenprotest kam vom Bündnis "Keinen Zentimeter den Nazis" sowie der lokalen Initiative "Coerde ist bunt". Eve Lyn Gardias, eine Anwohnerin und Mitglied der letzteren Gruppe, räumte zwar Sorgen über Armut ein, wies die AfD-Politik jedoch als unwirksam zurück. Sie betonte, wie wichtig es sei, der gezielten Hetze der Partei gegen Minderheiten entgegenzutreten.
Die Gegenkundgebung erhielt Unterstützung von etablierten Parteien wie CDU, SPD, Grünen, FDP, Volt und der Linken. Trotz angespannter Stimmung verhinderte die Polizei direkte Auseinandersetzungen zwischen den beiden Lagern.
Die Veranstaltung zeigte den starken lokalen Widerstand gegen die AfD in Münster-Coerde. Während die Partei nur eine kleine Gruppe mobilisieren konnte, stieß die Gegenkundgebung auf deutlich größere Resonanz. Der Polizeieinsatz sicherte ab, dass die Demonstrationen friedlich und prominent getrennt voneinander verliefen.
