08 January 2026, 09:00

AKK gegen Krings: Machtkampf um die Führung der Konrad-Adenauer-Stiftung

Eine Frau steht hinter einem Podium mit einem Ständer zu ihrer Linken, einer Tafel, einem Fernseher und einer Fahne dahinter und einer weiteren Tafel an der Wand.

AKK gegen Krings: Machtkampf um die Führung der Konrad-Adenauer-Stiftung

Ein umstrittene Abstimmung über die Führung der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) steht für Mitte Dezember an. Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) bewirbt sich um das Amt der Präsidentin und könnte damit die erste Frau an der Spitze der konservativen Organisation werden. Der Wahlkampf hat prominente Unterstützer auf beiden Seiten mobilisiert, doch eine klare Einigung ist noch nicht in Sicht.

AKK, eine prägende Figur der deutschen Politik, hat in der CDU bereits zentrale Positionen innegehabt. Sie war Landes- und Bundesministerin, Generalsekretärin der Partei und übernahm im Dezember 2018 nach einem Sieg gegen Friedrich Merz in der Stichwahl den CDU-Vorsitz. Nun strebt sie die Führung der KAS an und wird dabei von Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa sowie dem ehemaligen Zentralkomitee-Vorsitzenden Thomas Sternberg unterstützt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ihr Gegenkandidat ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Günter Krings, der ebenfalls seine Bewerbung bekannt gegeben hat. Krings erhält öffentliche Rückendeckung von Friedrich Merz, der seine umfangreiche politische und akademische Erfahrung lobte. Die KAS-Führung hat sich bisher auf keinen Kandidaten geeinigt – sollte keine Einigung zustande kommen, wird am 19. Dezember abgestimmt. AKK war bereits im Dezember zur Vorsitzenden der Stiftung gewählt worden, doch die anstehende Abstimmung soll sie nun als Präsidentin bestätigen. Bei einem Erfolg würde sie als erste Frau in der Geschichte der Stiftung diese Position besetzen.

Das Ergebnis der Dezember-Abstimmung wird über die nächste Präsidentin oder den nächsten Präsidenten der KAS entscheiden. Ein Sieg AKKs wäre ein historischer Meilenstein für die Organisation, während ein Erfolg Krings’ den Einfluss von Friedrich Merz unterstreichen würde. Die Entscheidung liegt bei den Mitgliedern der Stiftung, die ihre Stimmen abgeben werden, falls keine vorzeitige Einigung erzielt wird.