ARD setzt auf Gaming: Kann das ARD Games Network junge Zuschauer gewinnen?
Marie-Theres SegebahnARD setzt auf Gaming: Kann das ARD Games Network junge Zuschauer gewinnen?
Die ARD startet eine neue Offensive im Bereich digitaler Spiele, um jüngere Zielgruppen zu erreichen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt stellte auf der Gamescom das ARD Games Network vor und will mit Gaming-Initiativen seine Reichweite ausbauen. Kritiker hinterfragen jedoch, ob die Entwicklung von Computerspielen mit dem öffentlichen Auftrag vereinbar ist.
Die ARD hat ihre Gaming-Aktivitäten im ARD Games Network gebündelt und konzentriert sich auf vier Schwerpunkte: Strategie, Community, Kultur und Wachstum. Auf der Gamescom präsentierte sie ein Spiel für die Plattform Roblox – ein Zeichen für ihr Engagement im Bereich digitaler Unterhaltung.
SWR-Intendant Kai Gniffke unterstützt den Kurs und argumentiert, dass digitale Spiele Vielfalt und demokratische Werte fördern und gleichzeitig neue Zielgruppen ansprechen können. Allerdings steht das vom SWR entwickelte Spiel Green Guardians in der Kritik, da es bisher nur begrenzt erfolgreich war und möglicherweise im Widerspruch zum öffentlich-rechtlichen Auftrag steht.
Fast 50 Millionen Deutsche spielen regelmäßig digitale Spiele – mit einer ausgeglichenen Geschlechterverteilung und einem Durchschnittsalter der Spieler von 38 Jahren. Nun muss die ARD beweisen, dass ihre Gaming-Projekte dem Programmauftrag entsprechen und ihren Erfolg an Zuschauerzahlen messbar machen.
Die Gaming-Initiativen der ARD sollen neue Möglichkeiten innerhalb des rechtlichen Rahmens ausloten. Der Sender wird nachweisen müssen, dass sie mit seinem öffentlichen Auftrag vereinbar sind. Der Erfolg hängt davon ab, ob es gelingt, messbare Resonanz zu erzielen und sich dabei an den Programmauftrag zu halten.






