Armin Laschet übernimmt Führung des Karlspreis-Kuratoriums von Jürgen Linden
Tilo RohtArmin Laschet übernimmt Führung des Karlspreis-Kuratoriums von Jürgen Linden
Armin Laschet soll den Vorsitz des Kuratoriums des Internationalen Karlspreises zu Aachen übernehmen. Der ehemalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und frühere Bundestagsabgeordnete löst damit Dr. Jürgen Linden ab, der die Organisation seit 2010 geleitet hat. Ein offizielles Datum für die Übergabe steht bisher noch nicht fest.
Laschet ist seit Langem mit dem Karlspreis verbunden: Von 2000 bis 2020 saß er im Kuratorium und kehrte 2022 dorthin zurück. Seine Berufung folgt auf Jahrzehnte unter Lindens Führung, in denen der Preis über die jährliche Verleihungszeremonie hinaus an Bedeutung gewann. Unter Linden entwickelte sich die Auszeichnung zu einem ganzjährigen Programm mit Debatten, Foren und öffentlichen Veranstaltungen.
Linden initiierte zudem den Jugend-Karlspreis, um jüngere Generationen in die Diskussion über die europäische Einigung einzubinden. Seine Arbeit konzentrierte sich darauf, die Strahlkraft des Preises zu stärken und seine Reichweite zu erweitern. Laschets Wahl zum Nachfolger gilt angesichts seiner langjährigen Erfahrung mit der Organisation als gesichert.
Der Wechsel markiert das Ende von Lindens 14-jähriger Amtszeit, in der der Karlspreis zu einer ständigen Plattform für den europäischen Dialog wurde. Laschets enge Verbindung zur Institution deutet auf Kontinuität in ihrer Ausrichtung hin. Wann die offizielle Übergabe stattfinden wird, hat das Kuratorium bisher noch nicht bestätigt.
