30 March 2026, 08:38

Arnsberg setzt auf Digitalisierung und neuen Chef für Wirtschaftswachstum

Farbcodierte Karte eines geplanten Wohnbaugebietes mit beschrifteten Abschnitten für Gebäude, Straßen und weitere Merkmale.

Arnsberg setzt auf Digitalisierung und neuen Chef für Wirtschaftswachstum

Arnsberg verzeichnet seit fünf Jahren starkes Wirtschaftswachstum, wobei sich neue Unternehmen aus den Bereichen Logistik und Produktion um 15 Prozent schneller entwickeln als in vergleichbaren Städten Nordrhein-Westfalens. Nun bereitet sich die Stadt unter neuer Führung auf einen weiteren Schub vor: Am 1. Februar 2026 übernimmt Stefan Deimann die Geschäftsführung der Wirtschaftsförderung Arnsberg GmbH (wfa). Seine Berufung folgt auf eine Übergangsphase und markiert einen strategischen Kurswechsel hin zu Digitalisierung, Vernetzung und zukunftsorientierten Branchen.

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Seit Januar hatte Rainer Schäferhoff, Kämmerer der Stadt Arnsberg und ausgebildeter Geograf, die wfa kommissarisch geleitet. Mit Deimanns Amtsantritt endet diese Interimszeit. Der 60-jährige Wirtschaftsförderer bringt fast drei Jahrzehnte Erfahrung mit und wechselt von der WFG Ahlen und der GFW Greven im Münsterland nach Arnsberg. Bürgermeister Ralf Paul Bittner begrüßte die Personalie als "herausragende Wahl" für die Leitung der Behörde und dankte den politischen Gremien für ihre Mitwirkung bei der Neuausrichtung der wfa.

Deimanns Schwerpunkte liegen in der Bewältigung zentraler Herausforderungen, dem Ausbau der digitalen Infrastruktur und der Erschließung von Gewerbeflächen. Sein Werdegang umfasst unter anderem das Engagement als Vorsitzender des Wesel Vespa Clubs sowie die Mitgliedschaft im Deutschen Verband für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing (DVW). Neben der Stärkung von Netzwerken plant er gezielte Fördermaßnahmen, um Innovation und Standortattraktivität zu steigern.

Die jüngsten Erfolge Arnsbergs basieren auf Infrastrukturinvestitionen, darunter 20 Millionen Euro für den Breitbandausbau – leicht unter dem regionalen Durchschnitt – sowie laufende Projekte wie die Neugestaltung der Neheimer Straße (Baubeginn am 30. März 2026), der Ersatz der Marienbrücke und die Kanalsanierung in Oeventrop. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie treiben die Stadtwerke Arnsberg den Ausbau erneuerbarer Energien voran, mit dem Ziel, die Region bis 2030 vollständig mit Ökostrom zu versorgen. Parallel dazu hat die IHK Arnsberg Wirtschaftsdialoge durchgeführt, neue Vollversammlungsmitglieder gewählt und Standortanalysen erstellt, die der Region die Note 2,8 bescheinigen.

Deimanns Amtsantritt fällt mit Arnsbergs Bestrebungen zusammen, die Wirtschaft durch Digitalisierung, Infrastrukturmodernisierung und nachhaltige Energie zu stärken. Seine Erfahrung und sein Fokus auf Vernetzung sollen die nächste Wachstumsphase der Stadt prägen. Die neue Ausrichtung der wfa passt dabei zu den laufenden Projekten und langfristigen Zielen für Gewerbe und Industrie.

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