Bauarbeiter mit gefälschten Papieren und überladenem Lkw in Bochum gestoppt
Annerose KensyBauarbeiter mit gefälschten Papieren und überladenem Lkw in Bochum gestoppt
60-Jähriger Bauarbeiter in Bochum mit überladenem Lkw und gefälschten Papieren gestoppt
Am Montag, dem 23. Februar, hielt die Polizei in Bochum einen 60-jährigen Bauarbeiter an, nachdem Beamte seinen extrem überladenen Lastwagen bemerkt hatten. Der aus Georgien stammende Fahrer führte gefälschte Dokumente mit sich und gestand, diese genutzt zu haben, um illegal in der EU zu arbeiten. Die Bundesagentur für Arbeit hat nun Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen Arbeitsrecht eingeleitet.
Verkehrsbeamte stoppten den Kipper in der Nähe der Dorstener Straße und der Riemker Straße, da die überlastete Federung des Fahrzeugs deutlich sichtbar war. Der für 7,49 Tonnen zugelassene Lkw war mit 11,8 Tonnen beladen – und lag damit weit über dem gesetzlich erlaubten Limit. Der Rahmen des Fahrzeugs schrammte beim Fahren über den Boden.
Bei der Kontrolle präsentierte der Fahrer einen polnischen Führerschein sowie eine Aufenthaltserlaubnis. Beide Dokumente stellten sich später als Fälschungen heraus. Der Mann räumte ein, sie beschafft zu haben, um in der EU arbeiten zu können, obwohl er lediglich einen normalen georgischen Pkw-Führerschein besitzt.
Der Fall steht nicht allein da. Zwar gibt es für Anfang 2024 keine bundesweiten Statistiken zu gefälschten Führerscheinen und Aufenthaltstiteln, doch eine laufende Untersuchung umfasst 31 Fälle von gewerblichem Dokumentenbetrug in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen zwischen Februar 2024 und Juni 2025.
Dem Fahrer drohen nun Anklagen wegen Urkundenfälschung und möglicherweise illegaler Beschäftigung. Die Polizei prüft weiterhin die weiteren Auswirkungen des Falls, darunter die Frage, ob ähnliche Verstöße auch an anderen Orten vorkommen. Der überladene Lkw wurde im Rahmen der Ermittlungen beschlagnahmt.
