19 March 2026, 10:51

Bayerische Ampeln zeigen jetzt Dürer-Hasen und Pumuckl statt Standardfiguren

Eine Gruppe von Menschen in traditioneller bayrischer Tracht, die Instrumente spielen und Taschen tragen, mit Bäumen und Gebäuden im Hintergrund und einem geparkten Fahrzeug.

Wenn es grün ist, hopse weiter - spezielle Ampelmotive im Aufwind - Bayerische Ampeln zeigen jetzt Dürer-Hasen und Pumuckl statt Standardfiguren

Fußgängerampeln in Bayern erhalten einen regionalen Touch – Städte tauschen die standardisierten Figuren gegen kulturelle Symbole aus. Vom Nürnberger Hasen bis zum Hofer Würstchenverkäufer spiegeln die neuen Designs den lokalen Stolz wider. Doch nicht alle Änderungen verliefen reibungslos: Manche erforderten Sondergenehmigungen, andere stießen zunächst auf Ablehnung.

Den Anfang machte der Trend, bei dem Städte die generischen Ampelfiguren durch Motive mit lokalem Bezug ersetzten. Nürnberg ging voran und installierte eine Ampel mit Albrecht Dürers "Feldhasen". Die Stadt holte dafür keine offizielle Genehmigung ein und betont, selbst für den Betrieb und mögliche Vorfälle verantwortlich zu sein.

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Augsburg führte daraufhin eine eigene Variante ein – eine Figur des "Kasperl", einer traditionellen Handpuppenfigur –, allerdings erst nach Zustimmung der Regierung von Schwaben. München zeigt mittlerweile an drei Ampeln den "Pumuckl", einen frechen fiktiven Kobold, während in Straubing "Bruder Straubinger", eine lokale Volksfigur, zu sehen ist. Dachau setzte auf Figuren in traditioneller "Tracht" – und plant aufgrund der positiven Resonanz der Bürger weitere Ampeln dieser Art.

Nicht alle Vorschläge setzten sich jedoch problemlos durch. Hofs Idee, den legendären Würstchenverkäufer "Wärschtlamo" zu ehren, wurde zunächst abgelehnt, bevor sie schließlich doch genehmigt wurde. In Deggendorf wiederum wirft eine Ampelfigur eine Frau beim "Knödelwerfen" – ein weiterer verspielter Akzent im Stadtbild.

Trotz der wachsenden Beliebtheit dieser Designs hält das bayerische Innenministerium an den standardisierten Ampelfiguren fest. Die Behörden argumentieren, dass vertraute Symbole die Verkehrssicherheit und Klarheit für alle Verkehrsteilnehmer gewährleisten.

Thematische Fußgängerampeln prägen inzwischen das städtische Bild Bayerns. Während einige Städte eigene Entwürfe umsetzen, müssen andere Genehmigungsverfahren durchlaufen oder mögliche Sicherheitsbedenken berücksichtigen. Die Diskussion zwischen kultureller Identität und einheitlicher Verkehrsführung bleibt damit weiter offen.

Quelle