19 December 2025, 21:47

Bedrohung durch Aufspaltung für die Auto-Sparte von Rheinmetall nach Übernahme

Eine Straße mit Fahrzeugen und Text auf einer Präsentationsfolie.

Bedrohung durch Aufspaltung für die Auto-Sparte von Rheinmetall nach Übernahme

Rheinmetalls Automotive-Sparte droht nach Übernahme Zerschlagung

Rheinmetalls Automobilzulieferer-Sparte steht nach einer möglichen Übernahme vor der Zerschlagung.

  1. Dezember 2025, 08:26 Uhr

Schlagwörter: Industrie, Finanzen, Luft- und Raumfahrt

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Der Rüstungskonzern und Automobilzulieferer Rheinmetall verhandelt über den Verkauf seiner Automotive-Sparte, wobei noch zwei Private-Equity-Firmen im Rennen sind. Ursprünglich hatte das Düsseldorfer Unternehmen mit einem Verkaufserlös von rund einer Milliarde Euro gerechnet. Die aktuellen Gebote liegen jedoch nur zwischen 500 Millionen und 600 Millionen Euro.

Das Ergebnis der Transaktion könnte die Zukunft von Rheinmetalls zivilen Geschäftsbereichen grundlegend verändern – darunter auch das Werk in Neuss.

Die Gespräche laufen noch, doch Rheinmetall strebt an, den Verkauf bis zum ersten Quartal 2026 abzuschließen. Die Identität der beiden verbleibenden Bieter wird nicht bekannt gegeben, es handelt sich jedoch um Private-Equity-Investoren. Ihr Interesse besteht trotz Bedenken hinsichtlich der Struktur der Sparte.

Anleger sehen nur begrenzte Synergien zwischen den Geschäftseinheiten, was die Wahrscheinlichkeit einer Zerschlagung nach der Übernahme erhöht. Teile der Sparte, wie etwa die Mira GmbH, könnten sogar bei Rheinmetall verbleiben. Das Unternehmen schließt nicht aus, bestimmte Vermögenswerte zu behalten.

Die Unsicherheit betrifft auch Rheinmetalls zivile Standorte, insbesondere das Werk in Neuss. Sollte die Sparte aufgespalten werden, stünden dort tiefgreifende Veränderungen an. Welche Bereiche erhalten bleiben und welche abgegeben werden, hängt von der Strategie des Käufers ab.

Ursprünglich hatte Vorstandschef Armin Papperger einen Verkaufspreis von etwa einer Milliarde Euro anvisiert. Angesichts der deutlich niedrigeren Angebote muss das Unternehmen nun jedoch sorgfältig abwägen. Die Entscheidung wird darüber entscheiden, ob die Sparte als Ganzes erhalten bleibt oder in einzelne Einheiten aufgeteilt wird.

Ein Abschluss der Verhandlungen wird für Anfang nächsten Jahres erwartet, doch die Zukunft der Automotive-Sparte bleibt ungewiss. Bei einem Verkauf könnte das Geschäft zerschlagen werden – mit möglichen Folgen für Standorte wie Neuss. Der endgültige Preis und die Struktur hängen von den Plänen des Käufers und den weiteren Verhandlungen ab.