24 March 2026, 04:34

Bergisch Gladbach diskutiert technologieoffene Energiezukunft mit Wasserstoff-Lösungen

Plakat mit Text und Logo, das "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030" verkündet und für eine signifikante Reduzierung der Treibhausgase bis 2030 wirbt.

Bergisch Gladbach diskutiert technologieoffene Energiezukunft mit Wasserstoff-Lösungen

Veranstaltung in Bergisch Gladbach: Energiezukunft im Fokus

Kürzlich trafen sich in Bergisch Gladbach fast 80 Teilnehmer, um über die Zukunft der Energieversorgung zu diskutieren. Die von der CDU-Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit organisierte Veranstaltung widmete sich der Klimaschutz- und Energiepolitik als langfristiger Herausforderung, die gemeinsame Lösungen erfordert. Dr. David Bothe, Direktor bei Frontier Economics, präsentierte zentrale Erkenntnisse einer DIHK-Studie zu nachhaltigen Energiewenden.

Bothe skizzierte die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung und benannte die größten Hindernisse für eine sichere Energieversorgung: hohe Kosten, technische Hürden und gesellschaftliche Widerstände. Er schlug ein Konzept für eine klimapolitisch effiziente Energiepolitik vor – technologieoffen, kostensenkend, innovationsfördernd und mit der Überzeugung, dass wirtschaftliche Stärke eine Voraussetzung für wirksamen Klimaschutz ist.

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Im Mittelpunkt der Diskussion standen auch kommunale Wärmeplanung und der Energiebedarf privater Haushalte. So könnte Bergisch Gladbach etwa sein bestehendes Gasnetz für synthetisches Gas umnutzen und damit sowohl Kosten als auch Emissionen reduzieren.

Seit der Veröffentlichung der Studie im September 2023 ist die H₂Core-Netzwerk-Initiative in Deutschland auf über 50 Mitgliedsunternehmen und -projekte bis 2026 angewachsen. Ihr Fokus liegt auf Wasserstoff-Kernnetzen zur Dekarbonisierung der Industrie. Konkrete Pläne gibt es bereits in Regionen wie dem Chemiepark Marl (Nordrhein-Westfalen) und dem Hamburger Hafengebiet. Ab 2024 bis 2025 starten Pilotprojekte zur Umrüstung der Gasinfrastruktur auf synthetische Gase wie E-Methan, an denen sich lokale Netzbetreiber wie Thyssengas und Gasnetz Hamburg beteiligen.

Die Veranstaltung unterstrich die Notwendigkeit einer offenen, transparenten und messbaren Energiepolitik. Mit wachsenden Initiativen wie dem H₂Core-Netzwerk und den anstehenden Pilotvorhaben werden nun konkrete Schritte zur industriellen Dekarbonisierung eingeleitet. Das Beispiel Bergisch Gladbach zeigt zudem, wie bestehende Infrastruktur den Wandel hin zu einer klimaneutralen Energieversorgung unterstützen kann.

Quelle