Bielefelder verliert 225.000 Euro durch raffinierten Anlagebetrug in zwei Wellen
Tilo RohtNach dem Verlust von 215.000 Euro: Betrüger zielen erneut auf Bielefeld ab - Bielefelder verliert 225.000 Euro durch raffinierten Anlagebetrug in zwei Wellen
Ein Mann aus Bielefeld hat nach zwei getrennten Anlagebetrugsfällen insgesamt mehr als 225.000 Euro verloren. Beim ersten Vorfall verlor er 215.000 Euro, bevor ein zweiter Betrüger ihn unter dem Vorwand, das Geld zurückzuholen, um weitere 10.000 Euro prellte.
Die Probleme des Opfers begannen, als er sein Geld bei einem nicht regulierten Broker anlegte. Anfangs erhielt er kleine Auszahlungen, die den Anschein von Seriosität erweckten. Doch bald konnte er weder Gelder abheben noch den angeblichen Broker kontaktieren.
Monate später, im Januar, meldete sich ein Betrüger, der sich als Börsenmitarbeiter ausgab. Mit dem Versprechen, das verlorene Geld zurückzuholen, überredete er den Mann zu zwei weiteren Zahlungen in Höhe von insgesamt 10.000 Euro. Doch auch hier brach der Kontakt ab – und der Geschädigte erkannte, dass er erneut hereingelegt worden war.
Offizielle Statistiken verzeichnen für das Jahr 2025 in Deutschland lediglich zwei dokumentierte Fälle von Anlagebetrug mit Gesamtverlusten von rund 155.500 Euro. Doch diese Zahlen spiegeln nicht das wahre Ausmaß solcher Straftaten wider, da viele Fälle vermutlich nicht zur Anzeige gebracht werden.
Die Gesamtverluste des Mannes belaufen sich nun auf über 225.000 Euro. Die Behörden haben bisher nicht bestätigt, ob es Festnahmen oder Ermittlungen gibt. Der Fall zeigt, wie groß die Gefahr von Online-Anlagebetrug bleibt – selbst dann, wenn Opfer glauben, mit seriösen Rückholservices zu tun zu haben.
