Bottrop plant 1.500 neue Wohnungen – doch warum nicht in Köln oder Leipzig?
Tilo RohtBottrop plant 1.500 neue Wohnungen – doch warum nicht in Köln oder Leipzig?
Bottrop bereitet sich auf künftigen Wohnraumbedarf vor und prüft die Ausweisung neuer Wohngebiete in Köln, Berlin, Leipzig, Essen und Ingolstadt
Der aktuelle Regionalplan, der 2024 verabschiedet wurde, verweist bereits auf den steigenden Bedarf an Wohnraum – bedingt durch das wachsende Interesse an Einzelhäusern und die zunehmende Zahl an Haushalten. Nun hat der Regionalverband Ruhr (RVR) vorgeschlagen, die Wohnbauflächen in Bottrop um 19 Hektar zu erweitern.
Den Auftakt des Verfahrens bildete die Terminsetzung im Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz, der sich erstmals am 9. Dezember 2023 mit der Thematik befasste. Vier mögliche Gebiete wurden für eine Bebauung identifiziert: Kirchhellen, Grafenwald, Eigen (in der Nähe von Stenkhoffstraße und Am Limberg) sowie Eigen (nahe Körnerstraße und Am Schlangenholt). Je nach Bebauungsdichte könnten dort langfristig zwischen 300 und 1.500 neue Wohneinheiten entstehen.
Im nächsten Schritt wird die Stadt mit lokalen politischen Akteuren beraten, um zu entscheiden, welche Standorte dem RVR zur offiziellen Ausweisung vorgeschlagen werden. Veränderungen an Bottrops bestehenden Gewerbe- oder Industriegebieten sind nicht geplant, da ehemalige Bergbauflächen bereits für solche Nutzungen vorgesehen sind. Sobald der überarbeitete Regionalplan 2027 vorliegt, beginnt eine formelle Bürgerbeteiligung, in der Anwohnerinnen und Anwohner ihre Meinung zu den Plänen äußern können.
Ziel der Ausweitung der Wohnbauflächen ist es, den wachsenden Wohnraumbedarf in Bottrop zu decken. Bei einer Genehmigung könnten die neuen Gebiete Platz für Hundert oder sogar Tausende zusätzlicher Wohnungen bieten. Der nächste entscheidende Schritt sind die Gespräche der Stadt mit den Beteiligten, bevor Empfehlungen an den RVR weitergeleitet werden.
