20 June 2026, 10:24

Buchhandlungen erobern TikTok und Instagram – wie die Branche junge Leser zurückgewinnt

Augen auf und durch - Warum es besser ist, es zu versuchen, als stillzustehen

Buchhandlungen erobern TikTok und Instagram – wie die Branche junge Leser zurückgewinnt

Die Verlagswelt entdeckt neue Wege, um Leserinnen und Leser zu erreichen. Buchhandlungen und Branchenvertreter setzen zunehmend auf soziale Medien und digitale Formate, um ihr Publikum zu begeistern. Diese Bemühungen spiegeln einen Wandel wider: Man geht dorthin, wo die Menschen ohnehin schon ihre Zeit verbringen.

In Donauwörth präsentiert Nicolas Greno von der Buchhandlung Greno jeden Samstagmorgen Videos über die Reichsstraße. Gleichzeitig stellt das Team der Markus-Buchhandlung in Gütersloh freitags seine Wochenend-Buchtipps vor.

Mona Lang, heute Programmdirektorin bei Kiepenheuer & Witsch, betreibt einen beliebten digitalen Buchclub auf Instagram, dem fast 25.000 Follower folgen. Auch Maria Christina Piwowarski, ehemalige Mitarbeiterin der Buchhandlung Ocelot, veranstaltet literarische „Sprechstunden“ im Netz.

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Die Branche passt sich an die „Generation Daheimbleiber“ an und konzentriert sich auf digitale Räume, in denen sich potenzielle Leser am wohlsten fühlen. Dennoch halten sich manche Traditionen. Ein Beobachter merkte an, dass farbige Bildbeilagen in Büchern längst kein großes Verkaufsargument mehr seien. Er erinnerte sich auch daran, dass Taschenbücher sich schwerer verkaufen, wenn sie in den Auslagen der Buchhandlungen platziert werden.

Der Branchenkenner bedauert zudem den Rückgang der Verlagspraxis, Ideen so lange intensiv zu diskutieren, bis ein stichhaltiges Gegenargument auftaucht. Trotzdem freut er sich über die frischen Initiativen, die in der Buchwelt entstehen. Diese Entwicklungen zeigen, wie Bücher und Leser immer wieder neue Wege zueinander finden.

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