19 June 2026, 20:28

Bürgermeister fordern legale Drogen-Konsumräume gegen Crack-Welle in Großstädten

Köln und Düsseldorf wollen den Crack-Handel legalisieren

Bürgermeister fordern legale Drogen-Konsumräume gegen Crack-Welle in Großstädten

Bürgermeister mehrerer deutscher Städte drängen auf eine rechtliche Prüfung, um den Kleinhandel mit Drogen in kontrollierten Einrichtungen zu ermöglichen. Mit dem Vorstoß soll der wachsenden öffentlichen Unordnung begegnet werden, die mit Suchterkrankungen einhergeht – insbesondere vor dem Hintergrund, dass Crack Heroin als dominierende illegale Droge abgelöst hat. Köln und Düsseldorf treiben die Forderung nach einer Reform voran.

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In Metropolen wie Hamburg, Berlin, Frankfurt, Köln und Dortmund hat Crack Heroin mittlerweile als am weitesten verbreitete illegale Substanz überholt. Abhängige greifen in diesen Gebieten häufig zu aggressivem Betteln, Diebstahl oder Prostitution. Öffentliche Plätze, darunter der Kölner Neumarkt, haben sich zu Brennpunkten des Drogenkonsums entwickelt und belasten Anwohner sowie Gewerbetreibende.

Um das Problem in den Griff zu bekommen, schlagen die Kölner Oberbürgermeisterin Torsten Burmester und ihr Düsseldorfer Amtskollege Stephan Keller vor, den Mikrohandel mit harten Drogen in medizinisch überwachten Konsumräumen zu legalisieren. Dies würde dem Personal klare rechtliche Handlungsrahmen geben und die Kriminalität verringern, so die Argumentation. Keller betonte, beide Städte seien bereit, mit diesem Ansatz voranzugehen, um die Belastung für den öffentlichen Raum zu mindern.

Die Bürgermeister haben den nordrhein-westfälischen Justizminister Benjamin Limbach offiziell gebeten, die rechtliche Machbarkeit des Plans zu prüfen. Ziel ist es, spezielle Räumlichkeiten zu schaffen, in denen schwerstabhängige Konsumenten kleine Mengen harter Drogen unter Aufsicht kaufen und verkaufen können.

Der Vorschlag zielt darauf ab, Rechtssicherheit für Mitarbeiter in Drogenhilfeeinrichtungen zu schaffen. Sollte er umgesetzt werden, könnte dies die Art und Weise verändern, wie Städte mit Suchtproblemen und öffentlicher Ordnung umgehen. Im Mittelpunkt steht dabei die Schadensminimierung sowie die Verbesserung der Lebensbedingungen für Abhängige und die gesamte Gemeinschaft.

Quelle