Buschfeld in Solingen: Freifläche statt Wohnraum – Regionalrat entscheidet über umstrittene Umwidmung
Marie-Theres SegebahnBuschfeld in Solingen: Freifläche statt Wohnraum – Regionalrat entscheidet über umstrittene Umwidmung
Ein Planungsausschuss in Düsseldorf hat empfohlen, das Gebiet Buschfeld in Solingen als Freifläche und landwirtschaftliche Nutzfläche neu einzustufen. Dieser Schritt deutet darauf hin, dass das Gebiet voraussichtlich nicht länger als potenzielle Wohnreserve im Regionalplan verbleiben wird. Die Entscheidung hat eine Debatte über die Flächennutzung in der Region ausgelöst.
Der Planungsausschuss des Regionalrats stimmte mit breiter Unterstützung für die Neuklassifizierung. Lediglich die Fraktion von FDP/Freie Wähler und ein SPD-Mitglied lehnten die Änderung ab. Befürworter argumentierten, es gehe um den Schutz von Freiflächen und Ackerland in Buschfeld.
Widerspruch kam während der Anhörung von Wirtschaftsverbänden. Sowohl die Industrie- und Handelskammer Niederrhein als auch die Handwerkskammer Düsseldorf sprachen sich gegen die Umwidmung aus. Die FDP/Freie Wähler-Fraktion kritisierte später die Entscheidung und erklärte, sie schränke Solingens künftige Wohnraum- und Wirtschaftsentwicklung ein.
Der Konflikt spiegelt eine grundsätzliche Spannung in Solingen wider: Auf der einen Seite steht der Wunsch, Landschaften und Freiräume zu bewahren, auf der anderen der Bedarf an Flächen für Wohnungsbau und wirtschaftliche Expansion.
Die endgültige Entscheidung liegt nun beim gesamten Regionalrat. Wird der Vorschlag angenommen, entfällt die Ausweisung des Buschfeld-Gebiets als mögliche Wohnfläche. Das Ergebnis wird die Bodenpolitik Solingens in den kommenden Jahren prägen.






