11 March 2026, 12:33

Business Forum 2026: Wie der Mittelstand globale Wirtschaftskrisen meistert

Ein Plakat zeigt den Text "Fast 10,5 Millionen neue Unternehmensgründungen in 2021 und 2022" mit einem Brett im Vordergrund, das an einem Seil hängt, und einem Gebäude und einer Pflanze im Hintergrund.

Business Forum 2026: Wie der Mittelstand globale Wirtschaftskrisen meistert

Rund 70 Führungskräfte aus der Wirtschaft trafen sich in der Wilken Software Group in Greven zum Business Forum 2026. Die Veranstaltung beleuchtete globale wirtschaftliche Verschiebungen und deren Auswirkungen auf lokale Unternehmen – mit besonderem Fokus auf den deutschen Mittelstand. Zu den Rednern zählten prominente Vertreter aus Finanzwelt, Wissenschaft und regionaler Politik.

Eröffnet wurde das Forum mit einem Hauptvortrag von Prof. Dr. Manuel Rupprecht zum Thema "Der globale Wirtschaftswandel und der deutsche Mittelstand". Rupprecht analysierte, wie sich verändernde Handelsdynamiken und geopolitische Spannungen auf die Unternehmensstrategien auswirken. Zudem ging er auf die Rolle des Mittelstands ein, sich an eine sich rasant wandelnde Weltordnung anzupassen.

Dr. Martin Sommer, Landrat des Kreises Steinfurt, sprach über regionale Herausforderungen. Er betonte, wie globale wirtschaftliche Veränderungen – etwa Handelsbarrieren und Lieferkettenstörungen – die lokale Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen. Gleichzeitig wies Sommer auf Chancen für Innovation in der Region hin.

Gabriela Pantring, Vorstandsvorsitzende der NRW.BANK, unterstrich die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit des Kreises Steinfurt. Sie plädierte für kontinuierliche Investitionen, um nachhaltiges Wachstum zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu erhalten. Im Anschluss wurden Finanzierungsmöglichkeiten vorgestellt, darunter der neue Transformationskredit, der Unternehmen bei wirtschaftlichen Umbrüchen unterstützen soll.

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Ein zentrales Thema waren die Handelskonflikte, insbesondere die unter dem ehemaligen US-Präsidenten Trump eingeführten Maßnahmen. Seit 2017 belasten Zölle auf deutsche und EU-Importe – zwischen 15 und 39 Prozent auf bestimmte Waren – die Kosten und Exportrisiken des Mittelstands. Diese protektionistischen Schritte, die den Handel neu ausbalancieren sollten, zwingen Unternehmen, Lieferketten zu diversifizieren und Marktstrategien zu überdenken.

Die Veranstaltung bot lokalen Betrieben wertvolle Einblicke in Finanzierungsmöglichkeiten, Förderprogramme und Strategien für wirtschaftliche Resilienz. Die Teilnehmer erhielten klare Handlungsansätze, um Handelsunsicherheiten zu begegnen und regionale Stärken zu nutzen. Das Forum machte deutlich, wie entscheidend Anpassungsfähigkeit in einem zunehmend volatilen globalen Markt ist.

Quelle