Chemieindustrie verhandelt Löhne: BASF, Covestro und IG BCE ringen um neue Tarife
Marie-Theres SegebahnRegionale Lohnverhandlungen in der Chemiebranche beginnen in Düsseldorf - Chemieindustrie verhandelt Löhne: BASF, Covestro und IG BCE ringen um neue Tarife
Tarifverhandlungen für Deutschlands Chemieindustrie starten diese Woche in Düsseldorf
In dieser Woche beginnen in Düsseldorf die Lohnverhandlungen für die deutsche Chemieindustrie. An den Gesprächen beteiligen sich große Konzerne wie BASF, Covestro und Lanxess sowie die Gewerkschaft IG BCE, die rund 585.000 Beschäftigte vertritt. Beide Seiten bereiten sich auf Verhandlungen vor, die Löhne und Arbeitsplatzsicherheit für die kommenden Jahre prägen könnten.
Die erste Verhandlungsrunde startet am Mittwoch im Tarifbezirk Nordrhein. In den folgenden Tagen werden die Gespräche auf andere Regionen ausgeweitet. Zunächst behandeln lokale Ausschüsse die Entgelttabellen und Ausbildungsvergütungen, während bundesweite Verhandlungen erst dann eingreifen, falls die regionalen Gespräche ins Stocken geraten.
Die IG BCE fordert höhere Löhne, um die Kaufkraft der Beschäftigten zu stärken. Zudem stehen Garantien für Arbeitsplatzsicherheit ganz oben auf der Agenda. Die Arbeitgeber, vertreten durch den Arbeitgeberverband BAVC, plädieren hingegen für einen Lohnstopp. Bisher haben beide Seiten keine konkreten Zahlen für mögliche Lohnerhöhungen genannt.
Der aktuelle Tarifvertrag gilt noch bis zum 28. Februar 2026. Diese Frist gibt den Verhandlungsführern Spielraum, um vor dem Stichtag eine neue Einigung zu erzielen. Doch da die Arbeitgeber Lohnerhöhungen ablehnen und die Gewerkschaften nach Absicherungen drängen, könnten die Gespräche früh auf Hindernisse stoßen.
Das Ergebnis der Verhandlungen wird direkt fast 600.000 Chemiebeschäftigte in ganz Deutschland betreffen. Scheitern die lokalen Ausschüsse an einer Einigung, werden bundesweite Schlichter eingreifen. Eine finale Entscheidung könnte die Maßstäbe für Löhne und Arbeitsbedingungen in der Branche bis 2026 setzen.
