20 December 2025, 23:20

Cologne Housing Association GAG verschreibt Raumtemperatur für Mieter

Ein gelbes Gebäude mit Geschäften im Erdgeschoss, eines davon hat eine weiße Tafel mit der Aufschrift 'Metro'.

Cologne Housing Association GAG verschreibt Raumtemperatur für Mieter

Kölner Wohnungsbaugesellschaft GAG schreibt Raumtemperaturen für Mieter vor

Teaser: 20 Grad tagsüber, 17 Grad nachts: Die Kölner Wohnungsbaugesellschaft GAG hat die Heizung in fast allen ihren Wohnungen gedrosselt.

19. Dezember 2025, 18:25 Uhr

Seit der Energiekrise 2023 hält die Kölner Wohnungsbaugesellschaft (GAG) in ihren Wohnungen die Heiztemperaturen niedriger. Tagsüber liegen sie bei 20 Grad Celsius, nachts sinken sie auf nur noch 17 Grad. Ältere Mieter berichten, mit der Umstellung kaum noch warm zu bekommen.

Eingeführt wurde die Regelung unter der neuen GAG-Chefin Anne Keilholz als Teil der Maßnahmen zur Kontrolle der Energiekosten. In einem Schreiben mit dem Titel „Die Energiekrise gemeinsam meistern“ informierte die GAG ihre Mieter über die gesenkten Heizziele. Während die meisten Wohnungen dieser Vorgabe folgen, bleiben Demenz-Wohngruppen, Kindertagesstätten und Seniorenheime etwas wärmer: hier werden tagsüber 23 Grad und nachts 20 Grad gehalten.

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Mieter wie der 72-jährige Jürgen Eil tragen nun abends dicke Jacken und decken sich mit Wolldecken zu, um die Kälte zu ertragen. Die Rentnerin Karin Weiland greift zusätzlich zum Heizkörper auf einen elektrischen Heizlüfter zurück – was ihre Stromrechnung um 30 Euro im Monat erhöht. Beide fühlen sich von der GAG übergangen, da die Entscheidung ohne Absprache mit den Betroffenen getroffen wurde.

Rechtsanwalt Jakob Kreutzer bestätigt, dass Vermieter lediglich die gesetzlichen Mindeststandards für die Raumtemperatur einhalten müssen – also 20 bis 22 Grad tagsüber. Er argumentiert jedoch, die GAG hätte die Änderungen mit den Mietern besprechen sollen, bevor sie dauerhaft umgesetzt wurden. Die Wohnungsbaugesellschaft betont unterdessen, dass keine Erhöhung der Heizleistung geplant sei, und verweist auf verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und Kostendämpfung.

Die aktuelle Regelung zwingt ältere Mieter zu höheren privaten Ausgaben oder Unbehagen. Die GAG schließt eine Anhebung der Temperaturen aus, während den Mietern rechtlich kaum Möglichkeiten bleiben, wärmere Wohnungen einzufordern. Vorerst bleibt es bei den gedrosselten Heizwerten.