Cyberangriff zerstört Daten: Apotheke in Mönchengladbach kämpft ums Überleben
Tilo RohtCyberangriff zerstört Daten: Apotheke in Mönchengladbach kämpft ums Überleben
Cyberangriff legt Apotheke in Mönchengladbach lahm
Ein Cyberangriff hat die Apotheke in der Lindenstraße in Mönchengladbach in den frühen Stunden des Dienstags getroffen. Der Vorfall stürzte den Inhaber Delbrin Houri in erhebliche finanzielle Verluste und betriebliches Chaos, nachdem Kriminelle kritische Daten verschlüsselt und Server zerstört hatten.
Der Angriff unterbrach den täglichen Betrieb und löschte mehrere Tage an Aufzeichnungen. Houri bestätigte, dass die Wiederherstellung der verlorenen Daten Wochen oder sogar Monate dauern könnte. Die Apotheke muss nun eng mit Arztpraxen und Kunden zusammenarbeiten, um die fehlenden Informationen zu rekonstruieren.
Die Cyberkriminellen stellten eine Lösegeldforderung, nannten jedoch keine konkrete Summe, sondern gaben lediglich eine E-Mail-Adresse für Kontaktaufnahme an. Die Polizei riet Houri davon ab, zu zahlen, mit der Warnung, dass eine Zahlung keineswegs die Datenrettung garantieren würde. Da seine Versicherungspolice keinen Schutz vor Cyberangriffen umfasst, steht er nun vor Schäden in Höhe von zehntausenden Euro. Bis 15 Uhr am Dienstag konnte die Apotheke mit einem Ersatzserver den Betrieb notdürftig wiederaufnehmen. Houri appellierte seitdem an andere Apothekeninhaber, ihre Cybersicherheitsvorkehrungen zu überprüfen. Zwar holte er sich bei Behörden Rat ein, wie er sein Unternehmen besser schützen könne, doch nannte er die beteiligten Stellen nicht öffentlich.
Der Angriff hinterlässt die Apotheke mit langfristigen Herausforderungen bei der Datenwiederherstellung und finanziellen Belastungen. Houris Erfahrung unterstreicht die Risiken für kleine Unternehmen, die weder über ausreichende Cybersicherheitsmaßnahmen noch über eine entsprechende Versicherungsdeckung verfügen.
