Deutsche Bahn baut Hightech-Labor für automatisierte Züge in Minden
Marie-Theres SegebahnDeutsche Bahn baut Hightech-Labor für automatisierte Züge in Minden
Die Deutsche Bahn (DB) errichtet in Minden ein neues Innovationslabor, um die Entwicklung automatisierter Zugtechnologien voranzutreiben. Die Einrichtung mit dem Namen TestingATO wird sich auf die Entwicklung und Erprobung von Systemen für voll- und teilautomatisierte Bahnbetriebe konzentrieren. Der Bau soll bis 2027 abgeschlossen sein, wobei das Bundesverkehrsministerium das Projekt mit 11,5 Millionen Euro fördert.
Das Labor entsteht auf dem Gelände der DB Systemtechnik in Minden, wo Forscherinnen und Forscher Wahrnehmungssysteme wie Sensoren, Kameras und Steuerungskomponenten testen werden. Die Technologien sollen unter nah an der Realität liegenden Bedingungen geprüft werden – darunter Simulationen mit Fußgängern, Radfahrern oder Tieren. Auch verschiedene Wetter- und Sichtverhältnisse werden in die Tests einbezogen.
Die DB Systemtechnik übernimmt die federführende Rolle beim Aufbau der Infrastruktur und bringt dabei ihre Expertise in Betriebs- und Fahrzeugtechnik ein. An dem Projekt sind vier Hochschulen beteiligt: die Hochschule Ostwestfalen-Lippe, die Technische Universität Berlin, die Technische Universität Dresden und die Technische Universität München. Jede von ihnen steuert spezialisiertes Wissen in den Bereichen Automatisierung, Sensortechnik und Steuerungssysteme bei. Ziel ist es, eine langfristige Forschungsplattform zu schaffen, die Wissenschaft und Bahnpraxis verbindet. Bis 2027 soll das Labor zu einem zentralen Knotenpunkt für die Erprobung und Validierung automatisierter Bahntechnologien werden.
Für den Aufbau des TestingATO-Labors stellt der Bund 11,5 Millionen Euro bereit. Sobald es in Betrieb geht, bietet es eine kontrollierte Umgebung, um automatisierte Zugsysteme weiterzuentwickeln. Das Projekt soll die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und der Deutschen Bahn bei der Vorantreibung der Bahnautomatisierung stärken.
