Deutsche Bahn rüstet ICE-3-Neo für neue Hochgeschwindigkeitsstrecken nach Polen und Frankreich um
Annerose KensyDeutsche Bahn rüstet ICE-3-Neo für neue Hochgeschwindigkeitsstrecken nach Polen und Frankreich um
Die Deutsche Bahn plant die Erweiterung ihres Hochgeschwindigkeitsnetzes nach Polen und Frankreich. Dazu werden 32 ihrer ICE-3-Neo-Züge technisch angepasst, um den Anforderungen beider Länder zu entsprechen. Die Umrüstungsarbeiten übernimmt Siemens Mobility im Rahmen einer 200-Millionen-Euro-Investition in seinem Werk in Krefeld.
Die ICE-3-Neo-Flotte war erstmals im November 2022 in Betrieb gegangen und verkehrte zunächst auf innerdeutschen Strecken sowie auf den grenzüberschreitenden Verbindungen nach Brüssel und Amsterdam. Insgesamt hat die Deutsche Bahn 90 Züge dieses Typs bei Siemens Mobility bestellt, von denen bereits 29 ausgeliefert wurden.
Im Mittelpunkt der anstehenden Modifikationen steht die Anpassung der Züge an die Signaltechnik in Polen und Frankreich. Länderspezifische Komponenten sollen eingebaut werden, um die volle Kompatibilität zu gewährleisten. Der Prozess wird jedoch mehrere Jahre in Anspruch nehmen, da Produktion und Zulassung abgeschlossen sein müssen, bevor die ersten genehmigten Züge 2031 den Betrieb aufnehmen können.
Das 200-Millionen-Euro-Projekt markiert einen wichtigen Schritt bei der Erweiterung des Hochgeschwindigkeitsnetzes der Deutschen Bahn über die bisherigen Strecken hinaus. Nach ihrer Zulassung werden die modifizierten ICE-3-Neo-Züge Direktverbindungen nach Polen und Frankreich ermöglichen und so die grenzüberschreitenden Schienenverbindungen in Europa stärken. Mit dem Einsatz der ersten Züge wird aufgrund des aufwendigen Anpassungs- und Genehmigungsverfahrens jedoch erst ab 2031 gerechnet.
