24 March 2026, 10:36

Deutschland steigert Militäretat auf 180 Milliarden US-Dollar bis 2030 – wer profitiert?

Balkendiagramm im Vergleich der wirtschaftlichen Wachstumsprognosen für 2023 der führenden Länder, wobei die USA den höchsten Anstieg aufweisen, auf einem blauen Hintergrund mit Text und einem Logo.

Deutschland steigert Militäretat auf 180 Milliarden US-Dollar bis 2030 – wer profitiert?

Deutschland treibt seine Militärausgaben rasant voran und plant, bis 2030 ein Volumen von 180 Milliarden US-Dollar zu erreichen. Dieser Anstieg folgt auf eine Steigerung des Verteidigungshaushalts 2026 um 45 Prozent auf nun 129 Milliarden US-Dollar. Die Entwicklung ist Teil eines globalen Trends steigender Rüstungsausgaben, von dem Unternehmen wie Rheinmetall und Lockheed Martin profitieren.

Die deutschen Verteidigungsausgaben sind in den letzten Jahren stark gestiegen. 2025 erreichte der Haushalt 88,5 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 28 Prozent gegenüber 2023 und eine Steigerung um 89 Prozent seit 2015. Die für 2026 vorgesehenen 129 Milliarden US-Dollar bedeuten einen weiteren Anstieg um 45 Prozent und spiegeln die Bemühungen des Landes wider, seine Streitkräfte zu modernisieren.

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall spürt bereits die Auswirkungen dieser Aufstockung. Das Unternehmen verzeichnete im dritten Quartal 2025 einen Umsatzanstieg von 13 Prozent, während das Wachstum in den ersten neun Monaten des Jahres bei 19 Prozent lag. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg im gleichen Zeitraum um fast 42 Prozent. Rheinmetalls Ausrüstung, darunter der Panzer Panther KF51 mit Anti-Drohnen-Fähigkeiten, wurde in modernen Konflikten erprobt und macht das Unternehmen zu einem gefragten Lieferanten.

Auch über Deutschland hinaus hat Rheinmetall Aufträge in Europa an Land gezogen. Rumänien bestellte im Dezember 2023 Fahrzeuge des Typs Mowag Piranha V, während Lettland und Litauen 2024 bzw. 2025 Varianten des Boxer CRV und des Schützenpanzers Boxer IFV orderten. Diese Verträge unterstreichen die wachsende Rolle des Konzerns in der europäischen Verteidigungspolitik.

Der Trend beschränkt sich nicht auf Deutschland. Die USA bleiben mit einem Verteidigungsetat von 999,9 Milliarden US-Dollar für 2026 der weltweit größte Militärhaushalt. Ehemaliger Präsident Donald Trump hat vorgeschlagen, die Ausgaben bis 2027 auf 1,5 Billionen US-Dollar zu erhöhen. Solche Steigerungen treiben die Nachfrage nach Rüstungsunternehmen wie Lockheed Martin an, die Analysten angesichts der wachsenden globalen Militärausgaben als attraktive Investition bewerten.

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Die deutschen Militärausgaben werden weiter steigen und bis 2030 die Marke von 180 Milliarden US-Dollar erreichen. Rheinmetalls starke Umsatzentwicklung und die neuen Aufträge in Europa positionieren das Unternehmen optimal, um von diesem Wachstum zu profitieren. Gleichzeitig erhöhen auch die USA und andere Nationen ihre Verteidigungsbudgets – und schaffen damit Chancen für die großen Player der Branche.

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