Dieter Hecking bricht sein Schweigen: Warum sein Abschied beim VfL Bochum ihn bis heute verletzt
Marie-Theres SegebahnHecking: 'Entlassung in Bochum war respektlos' - Dieter Hecking bricht sein Schweigen: Warum sein Abschied beim VfL Bochum ihn bis heute verletzt
Dieter Hecking, ehemaliger Trainer des VfL Bochum, hat sich offen über seinen abrupten Abschied vom Verein im Jahr 2022 geäußert. Die Entlassung bezeichnete er als schlecht organisiert und gab zu, dass ihn die Rückkehr auf die Trainerbank weiterhin reizt. Sein Rauswurf kam ohne Vorwarnung – die Art und Weise, wie ihm die Entscheidung mitgeteilt wurde, hinterließ bei ihm Frust.
Die Freistellung Heckings im September 2022 traf ihn unerwartet. Der Verein informierte ihn telefonisch, allerdings nicht durch die direkt verantwortliche Person. Diese rief ihn erst dreiviertel Stunden später an – eine Verzögerung, die Hecking als zutiefst respektlos empfand. Selbst die Möglichkeit, noch ein letztes Spiel zu leiten, wurde ihm verwehrt.
Seit Heckings Abgang hat sich der VfL Bochum unter Uwe Rösler stabilisiert. Die Mannschaft belegt derzeit den zehnten Platz in der 2. Bundesliga – eine bescheidene, aber spürbare Verbesserung nach den vorherigen Schwierigkeiten. Über seine Zukunft nachdenkend, verglich Hecking das Trainerdasein mit einer Sucht, von der er sich nicht vollständig lösen könne. Angebote aus Ländern wie Saudi-Arabien oder Dubai lehnt er jedoch aus politischen Gründen ab. Stattdessen wäre er offen für die Betreuung einer Nationalmannschaft, vorzugsweise in Europa, wo Deutsch oder Englisch gesprochen wird.
Die Umstände seiner Entlassung hinterließen bei Hecking anhaltende Verbitterung. Zwar hat sein Nachfolger die Leistungen Bochums inzwischen konsolidiert, doch der ehemalige Coach sieht sich weiterhin in der Trainerrolle – am ehesten in einem europäischen Umfeld, das seinen sprachlichen und politischen Werten entspricht.
