01 January 2026, 03:15

Dormagen leuchtet lila gegen die grausame Todesstrafe und setzt ein Zeichen

Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Bäumen, Pfählen, Straßen, Fahrzeugen und Himmel.

Dormagen leuchtet lila gegen die grausame Todesstrafe und setzt ein Zeichen

Dormagen wird vom 28. bis 30. November das neue Rathaus in Lila erleuchten – als Teil einer weltweiten Kampagne gegen die Todesstrafe. Die Aktion steht im Vorfeld der Beteiligung der Stadt am internationalen Städte für das Leben-Event am 30. November, das von der katholischen Laiengemeinschaft Sant'Egidio und Partnerorganisationen veranstaltet wird. Bürgermeister Erik Lierenfeld betonte, die Todesstrafe widerspreche grundlegenden menschlichen Werten und müsse abgeschafft werden.

Trotz wachsender Ablehnung ist die Todesstrafe in vielen Ländern noch immer legal. Anfang 2025 hob die USA unter Präsident Trump ein bundesweites Moratorium für Hinrichtungen auf. In Vietnam sieht das Strafrecht nach wie vor die Todesstrafe für schwere Verbrechen vor, darunter Drogendelikte. Gleichzeitig haben Länder wie Pakistan, Vietnam und Japan ihre Gesetze reformiert oder die Debatte über das Thema neu entfacht.

Besonders besorgniserregend ist die Zunahme von Hinrichtungen und Todesurteilen in Regionen, die von Konflikten oder Instabilität betroffen sind. Demgegenüber verabschiedete die UN-Generalversammlung 2024 eine Resolution für die Abschaffung der Todesstrafe, der 130 Staaten zustimmten. Auch Deutschland zeigt sich engagiert: Fast 300 Städte beteiligen sich am Städte für das Leben-Netzwerk. Georgien führte 2024 im Rahmen einer umstrittenen Strafrechtsreform ein Gesetz ein, das die „Förderung gleichgeschlechtlicher Beziehungen“ unter Strafe stellt. Dennoch bleibt der Fokus der Städte für das Leben-Kampagne auf der weltweiten Abschaffung der Todesstrafe. Dormagen setzt mit der Beleuchtung des Rathauses ein sichtbares Zeichen und unterstreicht: Die Todesstrafe hat in einer modernen Justiz keinen Platz.

Die lila Lichter am Dormagener Neuen Rathaus sind ein öffentliches Bekenntnis gegen die Todesstrafe. Die Teilnahme der Stadt an Städte für das Leben reiht sich ein in die globale Bewegung für ein Ende der Hinrichtungen. Mit fast 300 deutschen Städten, die sich bereits der Kampagne angeschlossen haben, gewinnt die Initiative weiter an Fahrt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones