Dorothee Bär glänzt als Astronautin beim Aachener Karnevalsball mit gereimter Dankesrede
Tilo RohtDorothee Bär glänzt als Astronautin beim Aachener Karnevalsball mit gereimter Dankesrede
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) hat auf dem Aachener Karnevalsball den 76. Orden gegen tödlichen Ernst erhalten. Als Astronautin verkleidet hielt sie ihre Dankesrede vollständig in Reimform. Die von Komiker Guido Cantz und AKV-Präsident André Freese moderierte Veranstaltung feierte mit Auftritten der Aachener Karnevalsgrößen und der Kölner Band Kasalla den Humor in der Politik.
Bärs verspielter Auftritt enthielt Witze über die Dunkelheit des Weltraums, die sie mit einer CSU-Parteitagsatmosphäre verglich. Sie schlug sogar vor, ihren Parteichef Markus Söder mit einer Mondrakete zum Erdtrabanten zu schicken. Vizekanzler Lars Klingbeil lobte sie später als "einzigartige Erscheinung in der CSU" und forderte scherzhaft: "Mehr Bär" in der Politik.
Auch die ehemalige Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang betrat als Außerirdische verkleidet die Bühne. Sie rief zur Einheit unter Demokraten auf und brachte so eine lockere Note in die politischen Debatten. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann gesellte sich mit selbstironischen Scherzen über seine Partei und einen möglichen Präsidentschaftskandidaten dazu.
Der seit 1950 verliehene AKV-Orden ehrt Persönlichkeiten, die Humor mit öffentlichem Amt verbinden. Zwar ist Bär 2026 die einzige weibliche Preisträgerin, doch die Veranstaltung bleibt eine langjährige Tradition für politische Satire und Kameradschaft.
Der Ball unterstrich die Bedeutung von Humor in der Politik – besonders durch Bärs Astronauten-Auftritt und ihre gereimte Rede. Der Orden gegen tödlichen Ernst würdigt weiterhin jene, die Führungskraft mit Leichtigkeit paaren. Die diesjährige Zeremonie festigte seinen Ruf als verspieltes, aber bedeutendes politisches Ritual.
