06 January 2026, 11:18

Dortmunds teure Niederlage: Räumung 2017 für rechtswidrig erklärt – Millionen drohen

Ein Anschlagbrett mit ein paar Notizen daran.

Dortmunds teure Niederlage: Räumung 2017 für rechtswidrig erklärt – Millionen drohen

Ein Gericht hat die Räumung eines Hochhaus-Wohnkomplexes in Dortmund im Jahr 2017 für rechtswidrig erklärt. Das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster könnte – falls es Bestand hat – Millionenansprüche auf Entschädigung nach sich ziehen. Die Stadt Dortmund kündigte nun an, gegen das Urteil Berufung einzulegen, um kostspielige Folgen zu vermeiden.

Im November 2025 erklärte der 7. Senat des Oberverwaltungsgerichts Münster die Räumung von 2017 für unverhältnismäßig und damit rechtswidrig. Das Urteil ebnet dem früheren Eigentümer den Weg, Schadensersatz für entgangene Mieteinnahmen über mehrere Jahre einzuklagen.

Die Stadt Dortmund hat bereits Schritte unternommen, um gegen die Entscheidung vorzugehen. Feuerwehr und Rechtsamt legten Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein. Dieser Einspruch verhindert, dass das Urteil vom November 2025 rechtskräftig wird.

Dortmund hat nun bis zum 26. Januar 2026 Zeit, seine Revisionsgründe den Richtern in Leipzig vorzulegen. Scheitert die Berufung, drohen der Stadt erhebliche finanzielle Belastungen.

Der anhaltende Rechtsstreit bedeutet, dass der Fall der Räumung von 2017 weiterhin ungelöst bleibt. Sollte die Revision scheitern, könnte die Stadt mit Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe konfrontiert werden. Die endgültige Entscheidung liegt beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

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