24 May 2026, 00:46

Drei Spaziergänger lösen Großalarm auf der Müngstener Brücke aus

Leichtsinn auf der Müngstener Brücke wird teuer: Polizei und Stadtverwaltung verhängen Kostenbescheide gegen die Täter

Drei Spaziergänger lösen Großalarm auf der Müngstener Brücke aus

Drei Personen am Sonntagmittag unerlaubt auf der Müngstener Brücke gesichtet

Am Sonntag, dem 8. März, wurden kurz nach Mittag drei Personen widerrechtlich im Bereich der Müngstener Brücke entdeckt. Ihre Anwesenheit führte zur Sperrung der Bahnstrecke für mehr als 40 Minuten. Rettungskräfte, darunter Polizei und Feuerwehr, rückten an, um die Lage zu klären.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Augenzeugen berichteten, gegen 12:05 Uhr zwei Erwachsene und ein Kind im gesperrten Gleisbereich gesehen zu haben. Die Strecke zwischen Solingen und Remscheid wurde daraufhin sofort gesperrt, der Zugverkehr kam bis 12:50 Uhr zum Erliegen. Beamte der Bundespolizei, der Wuppertaler Polizeidirektion sowie Feuerwehrkräfte aus Solingen und Remscheid waren im Einsatz.

Die beiden Erwachsenen gaben später an, einer Navigations-App gefolgt zu sein, die sie auf die Brücke geleitet habe. Die Bundespolizei betonte jedoch, dass deutlich sichtbare Verbotszeichen vorhanden gewesen seien, die unbedingt zu beachten seien. Gegen die beiden Erwachsene wurden daher verwaltungsrechtliche Verfahren wegen Hausfriedensbruchs eingeleitet.

Der Vorfall verursachte erhebliche Kosten für die Einsatzkräfte. Die Feuerwehr Solingen meldete Ausgaben von etwa 656 Euro für Fahrzeuge und Personal. Die Bundespolizei verzeichnete operationelle Kosten in Höhe von 99,60 Euro, während die Wuppertaler Polizeidirektion 118,50 Euro pro Schuldner in Rechnung stellte – der Fall befindet sich derzeit in der Anhörungsphase. Die Stadt Solingen hat bereits einen offiziellen Kostenbescheid nach den landesweiten Brandschutz- und Katastrophenschutzgesetzen erlassen. Die Stadt Remscheid prüft noch, ob sie eine Kostenerstattung anstrebt, ein Zeitplan für eine Entscheidung steht jedoch noch nicht fest.

Die durch den unbefugten Zutritt verursachten Behinderungen führten zu Verspätungen im Schienenverkehr und belasteten die öffentlichen Haushalte erheblich. Die Behörden wiesen erneut auf die Bedeutung der Einhaltung von Sicherheitshinweisen im Bereich von Bahnanlagen hin. Der Vorfall wird weiterhin verwaltungsrechtlich geprüft; mögliche Sanktionen stehen noch aus.

Quelle