23 December 2025, 19:26

Düsseldorfer Brustzentrum schließt: 'Was soll ich tun, wenn ich Krebs wieder bekomme?'

Eine Gruppe von Menschen, die stehen, einer hält eine Impfstoffflasche, mit einem Kalender und Text im Hintergrund.

Düsseldorfer Brustzentrum schließt: 'Was soll ich tun, wenn ich Krebs wieder bekomme?'

Düsseldorfs Luisenkrankenhaus schließt bis Ende 2025 – Brustkrebspatientinnen vor ungewisser Zukunft

Das Düsseldorfer Luisenkrankenhaus, eine spezialisierte Klinik für Brustkrebs, wird bis Ende 2025 seine Türen schließen. Die Entscheidung fällt im Rahmen der umfassenden Krankenhausreform in Deutschland und wirft bei Patientinnen und Mitarbeitenden Fragen über die Zukunft auf. Über 700 Patientinnen und fast 50 Beschäftigte sind direkt von der Schließung betroffen.

Die Klinikleitung erfuhr erstmals im März von der möglichen Schließung und behauptet, seitdem dagegen gekämpft zu haben. Doch erst Mitte November wurden die Mitarbeitenden offiziell informiert – viele zeigen sich verärgert über die mangelnde Transparenz im Prozess. Viele fühlen sich von den Entscheidungen im Stich gelassen.

Patientinnen wie die 77-jährige Karin Rinklake sind verzweifelt. Sie fürchtet nun, wo sie ihre Behandlung fortsetzen kann und ob sie neuen Ärztinnen und Ärzten vertrauen kann. Andere, die sich mitten in der Therapie befinden, stehen vor ähnlichen Problemen und müssen kurzfristig nach Alternativen suchen. Die Schließung stößt bei der Gewerkschaft Verdi auf scharfe Kritik. Sie stellt infrage, ob benachbarte Krankenhäuser den Zustrom an Patientinnen bewältigen können, ohne die Behandlungsqualität zu gefährden.

Unterdessen arbeiten Ärztinnen und Ärzte des Brustkrebszentrums am Marien Hospital Düsseldorf, darunter Dr. Susanne Findt und Jens-Peter Kruse, daran, einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Ihr Ziel ist es, die Therapien auch nach der Schließung am 31. Dezember 2025 nahtlos fortzuführen. Doch der Ruf der Klinik für persönliche und einfühlsame Betreuung wird damit verloren gehen. Die deutsche Krankenhausreform setzt auf größere, zentralisierte Einrichtungen – Effizienz und Kosteneinsparungen stehen im Vordergrund, während kleinere, spezialisierte Zentren zurückgedrängt werden.

Die Schließung des Luisenkrankenhauses markiert einen Wendepunkt im Zuge der Reform. Patientinnen müssen sich nun an neue Behandlungsorte anpassen, während das Personal nach alternativen Arbeitsstellen sucht. Die Veränderungen spiegeln einen grundlegenden Wandel in der Gesundheitsversorgung des Landes wider.

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