Düsseldorfer Zoll schlägt zu: 229 Strafverfahren in den Sommerferien
Zollbeamte am Düsseldorfer Flughafen hatten in den Sommerferien alle Hände voll zu tun. Zwischen Juni und August leiteten sie 229 Strafverfahren und 38 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Die Verstöße reichten von Schmuggel und Steuerhinterziehung über nicht deklariertes Bargeld bis hin zu verbotenem Reisegepäck.
Eines der häufigsten Probleme war die Nichtdeklaration großer Geldbeträge. In 30 Einzelfällen beschlagnahmte der Zoll insgesamt 515.000 Euro an nicht angemeldeten Bargeld. Ein weiteres wiederkehrendes Delikt war der illegale Medikamentenimport – hier wurden 35 Fälle registriert.
Die Beamten zogen zudem 411.000 unversteuerte Zigaretten, 153 Kilogramm losen Tabak sowie 10 Liter nicht deklarierten Alkohol aus dem Verkehr. Diese Waren standen im Zusammenhang mit 174 Fällen von versuchter Steuerhinterziehung, oft im Zusammenhang mit Luxusgütern oder Tabakerzeugnissen.
Auch Waffenverstöße bereiteten den Behörden Sorgen: In 20 Fällen wurden verboten Gegenstände transportiert. Verstöße gegen den Artenschutz blieben hingegen selten – hier gab es lediglich zwei Fälle, beide im Zusammenhang mit Korallensteinen. Michael Walk, Sprecher des Hauptzollamts Düsseldorf, bestätigte die geringe Zahl an artenschutzrelevanten Verstößen.
Insgesamt sicherte der Zoll rund 40.000 Euro an finanziellen Sicherheiten, um die zu erwartenden Bußgelder abzudecken.
Die Sommeroffensive am Düsseldorfer Flughafen führte zu Hunderten rechtlicher Maßnahmen. Die Behörden beschlagnahmten große Bargeldsummen, Tabakwaren und verbotene Güter und sorgten für die Einhaltung der Einfuhrbestimmungen. Die Fälle werden nun über straf- und verwaltungsrechtliche Kanäle weiterverfolgt.
