24 January 2026, 15:07

Eltern kämpfen um ihren beliebten Schulleiter – doch das Gesetz bleibt hart

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer lachenden Gruppe von Menschen in einem Kreis, mit dem Text "Sarasota High School Yearbook" darüber, das eine feierliche Gelegenheit aus einem Schuljahrbuch vermuten lässt.

Eltern kämpfen um ihren beliebten Schulleiter – doch das Gesetz bleibt hart

Eltern der Schiller-Grundschule in Unna-Massen kämpfen darum, ihren langjährigen Schulleiter Matthias Landsberg zu halten, nachdem die Behörden seinen Antrag auf Weiterarbeit über das Renteneintrittsalter hinaus abgelehnt haben. Der 66-Jährige führt die Schule seit 23 Jahren und unterrichtet seit über vier Jahrzehnten – in all den Jahren nahm er gerade einmal zehn Krankheitstage. Sein erzwungener Abschied bis Januar 2026 hat Proteste, Petitionen und Schreiben an das Schulamt der Region ausgelöst.

Landsberg erreichte zwar das gesetzliche Renteneintrittsalter, beantragte jedoch eine Verlängerung seiner Tätigkeit und verwies dabei auf den anhaltenden Lehrkräftemangel in Nordrhein-Westfalen. Die zuständige Bezirksregierung lehnte seinen Antrag ab mit der Begründung, sein Ruhestand sei gesetzlich vorgeschrieben, und eine freie Stelle allein rechtfertige keine Ausnahme.

Der Schulelternrat reagierte empört und warnte vor erheblichen Störungen im Schulbetrieb sowie dem Verlust seiner jahrzehntelangen Erfahrung. Die Eltern starteten eine Petition, die rund 1.000 Unterschriften sammelte, und organisierten eine Demonstration vor der Schule. Trotz aller Bemühungen bleibt die Entscheidung jedoch bestehen.

Falls Landsberg die Schule verlassen muss, könnte er je nach Bedarf seines Arbeitgebers als Sport- und Schwimmlehrer an anderer Stelle eingesetzt werden. Er selbst hat signalisiert, in jeder Funktion bleiben zu wollen – selbst wenn nicht als Schulleiter –, doch auch diese Möglichkeit wurde ausgeschlossen. Seine Position wurde bisher nicht neu ausgeschrieben, sodass die Schule mitten im Schuljahr ohne klare Nachfolge dasteht.

Landsberg muss bis zum 31. Januar 2026 in den Ruhestand treten, sofern die Bezirksregierung ihre Entscheidung nicht überdenkt. Die Schulfamilie setzt sich weiterhin für eine Ausnahme ein, doch das Gesetz lässt derzeit keinen Spielraum zu. Sein Abschied würde das Ende einer 40-jährigen Lehrtätigkeit markieren – ohne dass bisher ein konkreter Nachfolgeplan existiert.

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