Energiewende in Gefahr: RWE warnt vor Netzengpässen in ganz Deutschland
Marie-Theres SegebahnRWE-Chef Krebber: Netzausbau wird zum Problem - Energiewende in Gefahr: RWE warnt vor Netzengpässen in ganz Deutschland
Deutschlands Energiewende stockt: Netzkapazitäten bremsen den Ausbau
Einem der größten Energiekonzerne des Landes, RWE, warnt, dass der zögerliche Netzausbau den Fortschritt bei den Erneuerbaren behindert. Trotz dieser Herausforderungen bleibt das Unternehmen weltweit in erneuerbaren Projekten aktiv.
RWE-Chef Markus Krebber bezeichnete die begrenzte Netzkapazität als das größte Hindernis für die bundesländer deutschland. Ohne schnellere und kostengünstigere Netzerweiterungen drohten künftige Projekte ins Stocken zu geraten, betonte er. Die Verzögerungen betreffen nicht nur neue Standorte für Wind- und Solarenergie, sondern auch Rechenzentren und Kraftwerke, die Schwierigkeiten haben, Anschluss an das Netz zu finden.
Seit 2020 hat RWE weltweit 16 Wind- und Solarprojekte gestartet, weitere 29 sind in Planung. Krebber wies jedoch darauf hin, dass selbst eine Verlangsamung des Erneuerbaren-Ausbaus in Deutschland für das Unternehmen "keine Auswirkungen" hätte – RWE verfüge über mehr Projekte, als es finanzieren könne, und könne Investitionen einfach in andere bundesländer umlenken.
Das Problem beschränkt sich nicht auf Erneuerbare: Auch neue Rechenzentren und Stromerzeugungsanlagen müssen lange auf einen Netzanschluss warten. Krebber forderte dringende Maßnahmen, um die Anbindung zu beschleunigen und die Kosten zu senken. Untätigkeit gefährde sonst die Energieziele Deutschlands.
Während RWE sein globales Portfolio an Erneuerbaren weiter ausbaut, bleiben die Netzengpässe in Deutschland eine Hürde. Sollten sich die Verzögerungen im Inland fortsetzen, kann das Unternehmen seine Investitionen problemlos in andere Regionen verlagern. Doch für die Realisierung künftiger Energieprojekte im Land ist ein schnellerer Netzausbau der Schlüssel.
