Engelskirchen: Wo das Christkind tausende Kinderbriefe persönlich beantwortet
Leokadia MansEngelskirchen: Wo das Christkind tausende Kinderbriefe persönlich beantwortet
Jedes Jahr schicken tausende Kinder Briefe an das Christkind nach Engelskirchen, einer kleinen Stadt in Nordrhein-Westfalen. Die dortige Poststelle ist Deutschlands beliebteste Adresse für solche Wünsche – und die einzige ihrer Art in der Region. Seit vier Jahrzehnten beantworten Ehrenamtliche diese Briefe in zahlreichen Sprachen, sogar in Brailleschrift.
Die Tradition begann vor 40 Jahren, und seitdem bearbeitet die Engelskirchener Poststelle eine stets wachsende Flut an Briefen. Bis zu 150.000 kommen jährlich an, nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus fernen Ländern wie Japan, Malaysia, Australien oder Indien. Die Kinder schreiben in verschiedenen Sprachen und teilen Wünsche nach Spielzeug, Computern, Handys oder einfach mehr Zeit mit ihren Familien mit.
Hinter den Antworten stehen 20 engagierte Freiwillige, die sich selbst "himmlische Helfer" nennen. Darunter ist auch Birgit Müller, die seit 35 Jahren Briefe beantwortet. Jede Antwort ist persönlich, doch nur die Kinder, die eine Rücksendeadresse angeben – "An das Christkind, 51777 Engelskirchen" – erhalten auch eine Antwort.
Die Briefe spiegeln eine Mischung aus modernen und zeitlosen Wünschen wider. Manche Kinder wünschen sich die neuesten technischen Geräte, andere hoffen auf gemeinsame Familienmomente oder Hilfe für Angehörige. Unabhängig vom Wunsch erhält jedes Kind, das schreibt, eine bedachte Antwort.
Die Christkind-Poststelle in Engelskirchen bleibt auch in diesem Jahr wieder ein einzigartiger und lebendiger Ort in der Vorweihnachtszeit. Mit Briefen aus aller Welt sorgt das Team der Ehrenamtlichen dafür, dass jedes Kind eine Antwort bekommt. Die Tradition bringt seit Jahrzehnten tausenden Kindern Freude – einen handgeschriebenen Brief nach dem anderen.






