16 April 2026, 16:38

Essen startet Millionenprojekt für klimaresiliente Stadtteile gegen Starkregen und Hitze

Ein detailliertes Miniaturmodell einer Stadtlandschaft auf Wasser, mit Gebäuden, Grünflächen, einer Brücke, Menschen, Pflanzen, Bäumen und einem Himmelhintergrund.

Essen startet Millionenprojekt für klimaresiliente Stadtteile gegen Starkregen und Hitze

Essen hat einen wichtigen Schritt unternommen, um seine städtischen Gebiete klimaresilienter zu gestalten. Der Stadtrat hat drei Zonen für ein neues Förderprogramm ausgewählt, das Überschwemmungsrisiken verringern und das Wassermanagement verbessern soll. Mit diesen Maßnahmen bereitet sich die Stadt auf die wachsenden Herausforderungen des Klimawandels vor.

Die ausgewählten Gebiete – Messe-Gruga, Neues Bernetal sowie Katernberg/Zollverein – werden Anpassungen an Entwässerungssystemen und versiegelten Flächen erfahren. Grundstückseigentümer in diesen Zonen könnten bald finanzielle Unterstützung erhalten, um ihre Flächen klimagerecht umzugestalten.

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Das KRIS-Förderprogramm unterstützt Städte im Ruhrgebiet dabei, sich auf Extremwetterereignisse vorzubereiten. Im Fokus stehen Stadtteile, in denen gezielte Lösungen im Wasserbereich den größten Unterschied machen können. Essens ausgewählte Zonen erfüllen diese Kriterien, da sie besonders durch Starkregen und Hitze gefährdet sind.

Um Fördergelder zu erhalten, reichte die Stadt detaillierte Pläne für jedes Gebiet bei der Projektträger Jülich (PtJ) und der Bezirksregierung ein. Die Vorschläge beschreiben, wie versiegelte Flächen wie Gehwege und Dächer umgestaltet werden sollen. Ziel ist es, bis 2030 bis zu 25 Prozent dieser Flächen vom Mischkanalsystem zu trennen.

Darüber hinaus soll die Verdunstungsrate in demselben Zeitraum um zehn Prozentpunkte gesteigert werden. Dies wird helfen, den Oberflächenabfluss zu reduzieren und die Belastung der Entwässerungssysteme bei Unwettern zu verringern. Die Genehmigung der Essener Pläne wird für Mitte 2026 erwartet – danach können Grundstückseigentümer Förderanträge stellen.

Die KRIS-Initiative umfasst alle 53 Städte und Gemeinden im Regionalverband Ruhr (RVR). Jede Kommune muss eigene Klimaanpassungszonen definieren, um Fördermittel zu erhalten. Essens drei Gebiete wurden ausgewählt, weil sie besonders von Maßnahmen wie begrünten Dächern, wasserdurchlässigen Belägen und Rückhalteflächen profitieren werden.

Sobald die Pläne genehmigt sind, kann Essen mit der Umgestaltung der ausgewählten Zonen beginnen. Grundstückseigentümer erhalten dann Unterstützung, um ihre Flächen anzupassen – das verringert Überschwemmungsrisiken und verbessert die Wasserspeicherung. Die Stadt erwartet, dass diese Veränderungen bis zum Ende des Jahrzehnts ein klimaresilienteres urbanes Umfeld schaffen werden.

Quelle