26 January 2026, 17:20

EU und Indien verhandeln über historisches Freihandelsabkommen mit Chancen für Deutschland

Ein detaillierter Plan von Indien von 1498 bis 1739, der europäische Siedlungen mit Text und Zahlen, Länder, Grenzen, wichtige Städte und Gewässer zeigt.

EU und Indien verhandeln über historisches Freihandelsabkommen mit Chancen für Deutschland

Die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien kommen voran, wobei beide Seiten potenzielle Vorteile gegen notwendige Kompromisse abwägen. Die deutschen Exporte nach Indien sind bereits stark gestiegen – seit 2019 um fast 40 Prozent –, während die Lieferungen nach China im gleichen Zeitraum um etwa 15 Prozent zurückgingen. Das Abkommen könnte die wirtschaftlichen Beziehungen weiter stärken, doch Schlüsselsektoren wie die Landwirtschaft dürften weitgehend ausgenommen bleiben.

Das geplante Handelsabkommen zielt darauf ab, Europas Abhängigkeit von China zu verringern, indem der Handel mit Indien ausgeweitet wird. Deutsche Maschinenbauer und Elektronikhersteller sehen darin die Chance, ihre Lieferketten zu diversifizieren. Gleichzeitig könnte Indiens starker IT-Dienstleistungssektor Europa eine Alternative zu US-amerikanischen Anbietern bieten.

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Die EU drängt auf strengere Obergrenzen für Stahlimporte aus Indien, während sie größere Exportkontingente für europäische Autos anstrebt. Indien hingegen hat Bedenken gegen den CO₂-Grenzausgleichsmechanismus der EU geäußert, was die Verhandlungen erschweren könnte. Beide Seiten müssen einen Mittelweg finden, damit das Abkommen mehr Vor- als Nachteile bringt. Die Landwirtschaft, ein umstrittenes Thema, soll voraussichtlich weitgehend außerhalb der Vereinbarung bleiben. Ohne Zugeständnisse vom Kölner Institut für Wirtschaftsforschung oder anderen Analysten liegt der Fokus weiterhin auf Industrie- und Digitalhandel.

Falls das EU-Indien-Handelsabkommen unterzeichnet wird, könnte Indien zu einem wichtigen Partner für Europas exportorientierte Volkswirtschaften werden. Deutsche Unternehmen hätten besonders von einem besseren Marktzugang zu profitieren. Doch der Erfolg hängt davon ab, widerstreitende Interessen – vor allem in den Bereichen Stahl, Automobilindustrie und CO₂-Regulierung – auszubalancieren, während die Landwirtschaft weitgehend unberührt bleibt.