05 February 2026, 23:23

Evonik kämpft mit Rückgang und kündigt Stellenabbau sowie neue Dividendenpolitik an

Ein Diagramm, das die 5-Banken-Vermögenskonzentration in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.

Evonik-Aktionäre erhalten niedrigere Dividende - Evonik kämpft mit Rückgang und kündigt Stellenabbau sowie neue Dividendenpolitik an

Evonik hat für das Jahr 2025 einen Rückgang der Erträge gemeldet – sowohl Umsatz als auch Gewinne gingen zurück. Der Chemiekonzern kündigte zudem ein umfassendes Umstrukturierungsprogramm an, das Stellenabbau sowie eine neue Dividendenpolitik für Aktionäre umfasst.

Das Unternehmen sieht sich zunehmend dem Druck durch chinesische Hersteller ausgesetzt, die in den vergangenen fünf Jahren in wichtigen Märkten an Boden gewonnen haben.

Die Finanzzahlen von Evonik für 2025 zeigen einen Rückgang bei Umsatz und Rentabilität. Die Erlöse sanken um sieben Prozent auf 14,1 Milliarden Euro, während das bereinigte EBITDA um neun Prozent auf knapp unter 1,9 Milliarden Euro zurückging.

Besonders zu schaffen macht Evonik die wachsende Konkurrenz aus China. In den letzten fünf Jahren haben Rivalen wie Wanhua Chemical und Sinopec ihren Marktanteil bei Spezialchemikalien ausgebaut. Im Bereich Tierernährung sank Evoniks globaler Anteil an der Methionin-Produktion von etwa 70 auf 55 Prozent – vor allem wegen der günstigeren chinesischen Produktion. Gleichzeitig steigerten chinesische Wettbewerber ihren Marktanteil in der Region Asien-Pazifik von 35 auf 48 Prozent, gestützt durch staatliche Förderung und Investitionen in biobasierte Chemikalien. Evonik behielt jedoch seine Führungsposition bei Kieselsäure und Hochleistungsmaterialien, unter anderem dank höherer Forschungsausgaben – allein 2024 flossen 550 Millionen Euro in diesem Bereich.

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, wird Evonik im Jahr 2026 rund 1.000 Stellen abbauen. Zudem führte das Unternehmen eine neue Dividendenpolitik ein, beginnend mit einer Ausschüttung von 1,00 Euro pro Aktie im Jahr 2026. Künftig sollen die Dividenden zwischen 40 und 60 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses liegen. Die RAG-Stiftung, größter Evonik-Aktionär, hat die Änderungen gebilligt.

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Für 2026 prognostiziert Evonik ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro.

Die Umstrukturierung und die Anpassung der Dividendenpolitik erfolgen vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Marktumfelds. Durch Stellenabbau und Kostensenkungen soll die Effizienz gesteigert werden, während die neue Ausschüttungsregelung eine Balance zwischen Aktionärsrendite und finanzieller Stabilität herstellen soll. Wie sich Evonik 2026 schlagen wird, hängt davon ab, ob es dem Unternehmen gelingt, mit den expandierenden chinesischen Herstellern mitzuhalten und gleichzeitig seine Stärke in den Kerngeschäftsbereichen zu bewahren.