Explosion einer 180-Meter-Schornstein in Voerde - Explosion einer 180-Meter-Schornstein in Voerde
180 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Voerde gesprengt
180 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Voerde gesprengt
180 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Voerde gesprengt
- Dezember 2025, 11:21 Uhr
Ein 180 Meter hoher Schornstein des ehemaligen Steinkohlekraftwerks von RWE in Voerde ist bei einer kontrollierten Sprengung eingestürzt. Der einstige Wahrzeichen der Region Niederrhein war Teil des 2017 stillgelegten Kraftwerks. Die Sprengung markiert einen wichtigen Schritt für die Umnutzung des Geländes im Rahmen eines neuen Energieprojekts.
Der ursprünglich über 220 Meter hohe Schornstein wurde planmäßig zu Boden gebracht. Eine Live-Übertragung zeigte, wie die Struktur im Zuge des Rückbaus des Kraftwerks Voerde in sich zusammenfiel. Die Anlage liegt direkt am Rhein und war seit 2017 außer Betrieb.
RWE plant, das alte Kraftwerk durch ein wasserstofffähiges Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk (GuD) zu ersetzen. Die neue Anlage hätte bei Realisierung eine Leistung von etwa 850 Megawatt. Mit dem Rückbau beauftragt wurde die Baufirma Michael Köhne Industriebau & Projektmanagement aus Wesel – vorausgesetzt, die finalen Genehmigungen und die Finanzierung werden im Rahmen einer Ausschreibung gesichert. Das Projekt könnte neue Arbeitsplätze in der Region schaffen, sofern es genehmigt wird. Der Betrieb könnte frühestens 2030 aufgenommen werden, abhängig von regulatorischen und finanziellen Freigaben.
Die Sprengung ebnet den Weg für RWEs geplantes wasserstofftaugliches Kraftwerk. Noch ausstehend sind jedoch die endgültigen Genehmigungen und Finanzierungsentscheidungen, bevor mit dem Bau begonnen werden kann. Bei Fertigstellung würde die neue Anlage den Wandel vom Kohle- zum saubereren Energiestandort Voerde symbolisieren.
