Frankfurts Papageno Musiktheater kämpft um sein Überleben nach Dachschäden
Leokadia MansFrankfurts Papageno Musiktheater kämpft um sein Überleben nach Dachschäden
Stuttgarts Papageno Musiktheater steht vor einer schweren Krise, nachdem das markante bogige Dach des Gebäudes schwer beschädigt wurde. Die fast 30 Jahre alte Spielstätte, bekannt für ihr vielfältiges Programm und ihr Engagement für junge Zuschauer, droht nun die Schließung, falls dringend benötigte Reparaturen nicht finanziert werden. Die Kosten für die Dachsanierung werden auf etwa 350.000 Euro geschätzt.
Das Theater wurde 1997 gegründet und führte seine Produktionen ursprünglich im ehemaligen Volkshochschulgebäude Frankfurts auf. Später zog es in die Siesmayerhalle im Palmengarten um, wo es seit fast zwei Jahrzehnten beheimatet ist. Heute veranstaltet es jährlich über 280 Aufführungen und zieht fast 60.000 Besucher an.
Der desolate Zustand des Daches wurde kürzlich im Finanzausschuss der Stadt Frankfurt thematisiert. Beamte warnten vor fortschreitenden statischen Schäden, die bei weiterer Verzögerung der Reparaturen die Kosten weiter in die Höhe treiben und geplante Vorstellungen gefährden könnten. Die Stadt hat das Theater in der Vergangenheit bereits unterstützt, etwa durch die Finanzierung einer neuen Klimaanlage. Aktuelle Daten zu ähnlichen Hilfen für andere Kultureinrichtungen liegen jedoch nicht vor.
Als private Institution ist das Papageno Musiktheater auf Spenden und Fördergelder des Vereins Papageno Musiktheater e.V. angewiesen. Bisher wurden 100.000 Euro gesammelt, doch für die vollständige Sanierung fehlen noch 200.000 bis 250.000 Euro.
Ohne weitere finanzielle Unterstützung bleibt die Zukunft des Theaters ungewiss. Entscheidend wird sein, ob die Stadt Frankfurt die nötigen Mittel bereitstellt, um langfristige Schäden abzuwenden und den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Die Verantwortlichen appellieren derweil an Spender und Behörden, schnell zu handeln, bevor sich die Lage weiter verschärft.
