Friedensnobelpreis 2024 geht an María Corina Machado – und löst hitzige Debatten aus
Leokadia MansFriedensnobelpreis 2024 geht an María Corina Machado – und löst hitzige Debatten aus
Nobelpreis für Frieden vergeben – doch nicht an Donald Trump
Am Freitag wurde der Friedensnobelpreis verliehen – doch der ging nicht an Donald Trump. Stattdessen erhielt die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado die Auszeichnung. Die Entscheidung löste eine Debatte aus, bei der deutsche Medienvertreter kontroverse Meinungen äußerten, wer die Ehrung eigentlich verdient hätte.
Ulf Poschardt, ehemaliger Redakteur der „Welt“, plädierte dafür, Trump hätte den Preis erhalten sollen. Er bezeichnete den Ex-Präsidenten als „brillanten Strategen und Machtpolitiker“ und behauptete, kein westlicher Staatschef habe die Auszeichnung mehr verdient als er. Als Beleg führte Poschardt Trumps jüngste Rolle bei der Vermittlung eines Waffenstillstands im Gazastreifen an – ein Zeichen für seinen diplomatischen Einfluss.
Doch nicht alle teilten diese Ansicht. Christoph Essen, scheidender Vorstandsvorsitzender der „Zeit Verlagsgruppe“, wies Trumps Kandidatur scharf zurück. Er kritisierte den Charakter und das Handeln des früheren Präsidenten und schlug vor, der Preis wäre Aktivist:innen in Myanmar, Hongkong, Belarus oder dem Iran eher angemessen gewesen. Essen wird sein Amt im Februar 2026 an Nils von der Kall übergeben.
Die Auszeichnung ging stattdessen an Machado, eine zentrale Figur der demokratischen Bewegung in Venezuela. Ihre Würdigung lenkt den Blick auf die anhaltenden Kämpfe für Menschenrechte und politische Freiheit in Lateinamerika.
Mit dieser Entscheidung bleibt Trump der Nobelpreis verwehrt – trotz der Forderungen seiner Anhänger. Machados Sieg rückt die politische Krise in Venezuela ins globale Rampenlicht. Unterdessen dauert in Medienkreisen die Diskussion an, wer die würdigeren Preisträger gewesen wären: Aktivist:innen oder Staatslenker.






