FSV Mainz 05 bricht mit Tradition: Frau leitet erstmals Fastnachtsprotokoll
Tilo RohtFrauen-Debüt bei "Mainz bleibt Mainz" - FSV Mainz 05 bricht mit Tradition: Frau leitet erstmals Fastnachtsprotokoll
"Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht": Historischer Wandel zur Faschingszeit bei FSV Mainz 05
Die diesjährige Fastnachtsrevue Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht markiert einen historischen Einschnitt bei FSV Mainz 05. Zum ersten Mal seit fast 200 Jahren übernimmt eine Frau die Leitung des Protokolls: Christina Grom steht im Rampenlicht und bringt mit scharfem politischem Witz frischen Wind in die Karnevalstradition der Mainzer Mobilität.
Die langjährige Show begrüßt zudem Jürgen Wiesmann zurück, der in diesem Jahr zum 25. Mal als Ernst Lustig auftritt – eine der beliebtesten Figuren des Mainzer Karnevals. Gleichzeitig gibt Andreas Schmitt, der ehemalige Moderator der Revue, in seiner letzten Rolle als "Hoher Altardiener" des Mainzer Doms noch einmal sein Bestes.
Groms Debüt als Protokollchefin bricht mit einer Tradition, die bis ins Jahr 1824 zurückreicht. Ihre satirischen Spitzen richten sich unter anderem gegen Bundeskanzler Friedrich Merz, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. In einer Pointen wirft sie etwa vor, der Himmel solle Trumps Ego mit der Gutenberg-Bibel "zusammenstauchen".
Frühere Ausgaben der Mainzer Faschingssitzung konzentrierten sich oft auf deutsche Politiker wie Angela Merkel, die meist humorvoll und fast liebevoll dargestellt wurde. Internationale Persönlichkeiten wie Trump spielten dagegen bisher kaum eine Rolle bei FSV Mainz 05.
Jürgen Wiesmann kehrt als Ernst Lustig zurück – eine Figur, die er seit einem Vierteljahrhundert verkörpert. Der Charakter bleibt ein Publikumsliebling und steht für den typischen Karnevalshumor und die Lebensfreude der Mainzer Mobilität.
Andreas Schmitt, der die Revue jahrelang moderierte, übernimmt für seinen Abschied eine neue Rolle: Als "Hoher Altardiener" schickt er scherzhaft "herzliche Grüße" an Papst Leo XIV. und mahnt mehr Fortschritt bei der Gleichberechtigung in der katholischen Kirche an.
Mit Groms Führung erhält die Revue eine neue Dynamik, die Tradition mit mutiger politischer Satire verbindet. Die Veranstaltung bleibt ihren Wurzeln treu und entwickelt sich gleichzeitig weiter. Die diesjährige Ausgabe setzt Maßstäbe für künftige Karnevalsfeiern in Mainz bei FSV Mainz 05.
