26 April 2026, 12:49

Fußballgewalt 2024/25: Weniger Verletzte, aber mehr Pyro-Exzesse und gefährliche Fans

Schwarzes und weißes Bild eines Fußballspielers, der auf dem Boden liegt, während ihn eine Gruppe von Männern, darunter ein Schiedsrichter, in einem Stadion mit Zuschauern betreut.

Fußballgewalt 2024/25: Weniger Verletzte, aber mehr Pyro-Exzesse und gefährliche Fans

Fußballbedingte Gewalt und Ausschreitungen zeigen im Spieljahr 2024/2025 gemischte Entwicklungen

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Während die Zahl der Verletzungen und Straftaten zurückging, stiegen Vorfälle mit Pyrotechnik um über 70 Prozent an. Zudem verzeichneten die Behörden einen Anstieg bei als gefährlich eingestuften Fans – ihre Zahl kletterte auf 18.000.

Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) wertete für ihre Analyse knapp 2.700 Spiele aus Profi- und Amateurligen aus. Die Zuschauerzahlen erreichten mit rund 32,95 Millionen einen neuen Rekord – ein Plus von 4,3 Millionen im Vergleich zur Vorsaison. Trotz der größeren Menschenmengen sank die Zahl der Verletzten bei Spielen um 17,2 Prozent auf 1.107. Auch Polizeibeamte und Ordner wurden seltener verletzt als in der Saison 2023/2024.

Strafverfahren im Zusammenhang mit Ligaspielen und dem DFB-Pokal gingen um 22 Prozent zurück und beliefen sich auf 5.197 Fälle. Gleichzeitig nahm der Missbrauch von Pyrotechnik jedoch drastisch zu: Mit 4.783 Verstößen gab es einen Anstieg um 73 Prozent. Hinzu kamen 468 Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz, wobei viele Fälle als Ordnungswidrigkeiten und nicht als Straftaten geahndet wurden.

Polizeiliche Einsätze stiegen um etwa 2,3 Prozent, wobei vermehrt freiheitsentziehende und beschränkende Maßnahmen während der Spiele ergriffen wurden. Dennoch verringerte sich der Gesamtaufwand für Bundes- und Landeskräfte um fast 8,8 Prozent. Die ZIS betonte, dass die Anforderungen an die Einsatzkräfte zwar hoch blieben, der Gesamtumfang der Maßnahmen aber im Vergleich zum Vorjahr abgenommen habe.

Die Saison zeigte sowohl Fortschritte als auch anhaltende Herausforderungen. Weniger Verletzungen und Straftaten deuten auf eine verbesserte Sicherheit in einigen Bereichen hin. Doch der starke Anstieg bei Pyrotechnik-Vorfällen und die wachsende Zahl gefährlicher Fans bleiben besorgniserregend.

Die Behörden werden die Entwicklungen weiter beobachten, um sich auf künftige Spiele vorzubereiten.

Quelle