11 February 2026, 19:36

Gehaltsreform in NRW: Warum Lehrerproteste gegen die neue A13-Regelung wachsen

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Papiers mit einer Liste, die "Mehr Bildung zahlt" heißt und begleitende Zahlen.

Gehaltsreform in NRW: Warum Lehrerproteste gegen die neue A13-Regelung wachsen

Eine geplante Gehaltsreform für Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen hat Proteste von Gewerkschaften und Oppositionsparteien ausgelöst. Ab August 2026 sollen alle neu eingestellten Lehrer mit der höheren Besoldungsstufe A13 beginnen – damit entspricht ihr Einstiegsgehalt dem ihrer Kollegen an Gymnasien. Allerdings sieht die Reform keine Anpassungen für Beförderungen, Führungspositionen oder Funktionsstellen vor, sodass vielen Pädagogen eine finanzielle Anerkennung für ihre berufliche Entwicklung fehlt.

Mit der Initiative will die Landesregierung den Lehrermangel an Grund- und weiterführenden Schulen (ohne Gymnasium) bekämpfen, indem die Einstiegsgehälter angehoben werden. Bisher verdienen Lehrkräfte an diesen Schulformen deutlich weniger als ihre Kollegen an Gymnasien. Künftig sollen alle mit A13 einsteigen, was diese Lücke schließt.

Doch die Reform stößt auf Kritik, weil sie höhere Positionen außer Acht lässt: Lehrkräfte in Führungs- oder Beförderungsstellen erhalten keine Gehaltsanpassung – ihr Verdienst wird sich damit mit dem von Berufsanfängern überschneiden. Die Gewerkschaften warnen, dass dies Anreize für Karrierewege zerstört und zu einer flächendeckenden Demotivation führen könnte, falls keine neuen Perspektiven geschaffen werden.

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Die Opposition unterstützt die Vorwürfe und betont, dass die fehlende Gehaltsdifferenzierung Führungspositionen unattraktiv macht. Die Gewerkschaften fordern bis 2027 eine umfassendere Reform mit klaren Laufbahnmodellen, verlässlichen Aufstiegschancen und Haushaltsgarantien für Schulleitungen und beförderte Lehrkräfte.

Die Neuregelung tritt im August 2026 in Kraft und vereinheitlicht die Einstiegsgehälter aller Lehrkräfte auf A13-Niveau. Ohne Anpassungen für Führungs- und Beförderungsstellen drohen vielen Pädagogen jedoch stagnierende Einkommen. Gewerkschaften und Oppositionsparteien bleiben in ihrer Forderung nach Nachbesserungen, um diese Probleme zu lösen.